Zehn Jahre Kinderhospiz in Hermannstadt


Die berühmte Keksdose mit baumwollenen Blütenblättern für die Spenden der Hospizkinder.

Es ist die jüngste der drei diakonischen Einrichtungen auf dem Gelände des Altenheims „Dr. Carl Wolff“ in Hermannstadt -  das vor zehn Jahren ins Leben gerufene und erste Kinderhospiz in Rumänien. Das nahmen nun die Verantwortlichen rund um die Heimleiterin Ortrun Rhein zum Anlass, ein digitales Buch zu erstellen, das am 26. September online ging - zu erreichen unter  https://10.carlwolff.ro/

Zehn Wochen lang werden zehn Geschichten – die zum Teil richtig unter die Haut gehen - rund um dieses Haus, online gestellt, gefolgt von zehn Tagen, an denen Lesende aufgefordert werden, selbst aktiv zu werden.

Mit diesem digitalen Buch soll es nicht nur um einen Rückblick gehen, sondern auch um einen Ausblick.

Drüben im Altenheim blüht auf einem Tischchen übers ganze Jahr eine Sonnenblume. Ihre baumwollenen Blütenblätter verdecken eine Keksdose mit eingeschlitztem Deckel. „Für unser Kinderhospiz“, erläutert das Plakat davor. Unglaublich, aber es sammeln sich darin viele tausend Lei als Beweis, dass den Bewohnern des Altenheims diese kleine Nachbarschaft am Herzen liegt. Auch wenn die Initiatorin der Spendenaktion, Hermine Schullerus, bestens bekannt als Minnerle, selbst nicht mehr am Leben ist: ihre Sonnenblumen-Sparbüchse ruft immer noch leise „Spende auch du!“

Ursula Philippi