Wie ist das mit dem Himmelreich? Kinderbibeltage in Hammersdorf


Auch dieses Jahr veranstaltete die Stadtpfarrkirche Hermannstadt Kinderbibeltage - diesmal zum Thema Gottes Himmelreich. Bild: Friedemann Oehme

Auch in diesem Sommer hat die Kirchengemeinde Hermannstadt zu Kinderbibeltagen auf die Kirchenburg Hammersdorf eingeladen. Vom 8. bis zum 11. Juli erlebten Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren ereignisreiche Tage. Sie fanden ihren Abschluss mit einem Gottesdienst für groß und klein in der Hermannstädter Stadtpfarrkirche am Sonntag, dem 12. Juli.

Im Mittelpunkt stand die zentrale Botschaft Jesu vom nahen Kommen des Reiches Gottes bzw. vom Reich Gottes mitten unter uns. Mit den Kindern wollten wir entdecken, wie nah Gottes Himmel auf die Erde reicht – eben das Himmelreich. Jesus erzählt davon in Gleichnissen aus der Natur und in Geschichten vom alltäglichen Leben – wie zum Beispiel das Senfkorn, das kleinste aller Körner, aus dem ein großer Strauß wächst, oder wie beim Sauerteig aus einer kleinen Menge, zusammen mit dem Mehl, ein ganzes Brot wird. Es beginnt ganz klein. Es wächst. Es breitet sich aus.

Der Pfarrgarten in Hammersdorf war für diese Botschaft das ideale Gelände. Hier konnten die Kinder auch die Schätze der Natur entdecken und ausprobieren. So wurden Senfkörner gemahlen und zu Senf und Brotaufstrich verarbeitet. Natürlich wurde auch Brot gebacken. So konnten die Kinder hautnah erleben, was Jesus in seiner Botschaft sagen wollte.

Das Gleichnis vom vierfachen Acker wurde in unserer Mitte sichtbar gemacht: der steinige Weg, das felsige Gelände, die Disteln und Dornen und schließlich der fruchtbare Boden. Überall fällt der Samen hin. Ein Bild für das Wort Gottes, das bei uns Menschen auf verschiedenen Boden fällt. Für die kleinen Kinder von fünf Jahren ist es wohl vor allem das Bild, was sich einprägt.

Die größeren Kinder hingegen konnten schon verstehen, wofür dieses Bild steht, dass es etwas mit unserer Bereitschaft zum Zuhören zu tun hat. „Wer Ohren hat, der höre.“ war dann auch unser geflügeltes Wort für Aufmerksamkeit und Konzentration. Und es war schließlich der „Schatz im Acker“ als ein Bild für die Freude am Glauben, der dann in der Hammersdorfer Kirche gefunden wurde.

Zum Gottesdienst für groß und klein konnten wir der versammelten Gemeinde von unserer Beschäftigung mit dem Thema berichten und die Atmosphäre dieser Kinderbibeltage weitergeben. Als die Geschichte vom verlorenen Schaf, das der gute Hirte sucht und findet, pantomimisch aufgeführt wurde, soll es in der Gemeinde auch ein paar Tränen der Rührung gegeben haben. So bleiben diese Kinderbibeltage in guter Erinnerung. Ein großer Dank gilt allen Mitwirkenden und nicht zuletzt den beiden Köchinnen, die für das leibliche Wohl sorgten – es war himmlisch!

Friedeman Oehme