Sommerausstellung im Teutsch-Haus: Kirchenburgen-Erbe mit Zukunft


Einige der Aussteller und Sponsoren stellten sich nach der Veranstaltung zum Gruppenfoto auf (v.l.n.r.): die Pfarrer Kilian Dörr, Zoran Kezdi, Dr. Peter Klein, Organisatorin Dr. Gerhild Rudolf, Dr. Michael Lisske (Kleinschenk), Cristian Cismaru, Andreea Manastirean (Stiftung Kirchenburgen) und Livia Nicolau (Bolyai-Stiftung). Bild: hk

Institutionen, Vereine, Stiftungen, Projekte und Initiativen, die sich mit der Erhaltung, Nutzung und Bekanntmachung der siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen befassen, stellen seit dem 9. Juni  ihre Arbeiten im „Friedrich Teutsch“- Begegnungs- und Kulturzentrum vor – von Kirchengemeinden bis zu EU-Projekten, von Kultur-Tourismus bis zur Archäologie-Summer-School, von kleinen zu großen Initiativen: siebenbürgisch-sächsisch, rumänisch, international.

Es soll eine „Art Messe oder `Markt der Möglichkeiten` für unsere Kirchenburgenlandschaft“ sein, wie die Leiterin des Teutsch-Hauses, Dr. Gerhild Rudolf, in der Ausstellungseröffnung sagte. Das Projekt ist interdisziplinär angelegt und umfasst die Bereiche Architektur, Kunstgeschichte, Restaurierung, Tourismus, Ökologie, Kultur, Medien, Bildung sowie Förderung des Gemeinwesens.

Ziel der Ausstellung soll laut Rudolf die Vernetzung der unterschiedlichen Akteure und die Bekanntmachung bester Praxisbeispiele und neuer Ideen für die Bewahrung und Wiederbelebung der Kirchenburgenlandschaft sein. „Mögen die durch Jahrhunderte gewachsenen Schutzräume für Glaube und Gemeinschaft ein Erbe mit lebendiger Zukunft sein“, lautet ihr Wunsch.

In einem zweiten Vortrag erläuterte der Geschäftsführer der Stiftung Kirchenburgen, Cristian Cismaru, zum einen die besonderen Herausforderungen, mit denen die Stiftung konfrontiert ist, um diese wichtigen Denkmäler zu erhalten, er präsentierte aber auch Projekte aus dem Bereich Tourismus und Bildung, wie  Lösungansätze aussehen könnten.

Die von Dr. Gerhild Rudolf konzipierte Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit über 15 Partnern und wird vom Landeskonsistorium der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien, dem Land Kärnten sowie privaten Sponsoren unterstützt. Die Ausstellung wird von einer Informationsbroschüre und im Laufe des Sommers durch mehrere Präsentationen und Vorträge begleitet.

Die Ausstellung ist bis 30. September 2026 zu besichtigen, Öffnungszeiten sind Montag bis Samstag von 10 bis 17 Uhr. Kontakt: casateutsch@gmail.com.