Mitteilungen aus dem breitgefächerten Angebot der Frauenarbeit
Was Frauen gemacht haben, während es in der kirchlichen Presse still gewesen ist, denn still ist es sicherlich nicht gewesen. Die Frauen haben tatkräftig angepackt und vieles bewegt. Die Bilanz des ersten Halbjahres lässt sich auf jeden Fall sehen, wie dies die zahlreichen Aktivitäten dokumentieren.
Die Frauenarbeit begann mit einem aufgabenreichen Auftakt das neue Jahr: Am zweiten Arbeitswochenende im Januar kamen Frauen aus allen Bezirken zur Vorbereitung des WGT 2026 im Elimheim in Michelsberg zusammen. Sie folgten der Einladung des Organisatorinnenteams, um Nigeria und seine Einwohner kennenzulernen, den Bibeltext aus Matthäus 11,28-30 zu vertiefen, die Lieder einzuüben und den Gottesdienst nach der Ordnung der nigerianischen Frauen zu feiern, um gerüstet und informiert in ihre Gemeinden zurückzukehren.
Höhepunkt dieser Landesweiten Werkstatt für WGT-Multiplikatorinnen war ein Zoom-Gespräch mit Priester Emeka Emeakaroha, der sich zu dem Zeitpunkt in Ihitte befand und sein soziales Projekt in Wort und Bild vorstellte. Die Teilnehmerinnen waren zutiefst beeindruckt. Für dieses Krankenhaus, bei dem über 70.000 Menschen aus der Region medizinische Verpflegung erhalten, und die Schule, wo über 900 Kindern Zugang zu Bildung geboten wird, ist dann auch die Kollekte des WGT in unserer Landeskirche eingehoben worden.
Im Februar boten Frauen einen Entspannungsnachmittag an: der Einladung der Mitarbeiterinnen der Frauenarbeit folgten Mitte Februar viel mehr Frauen als erwartet. Juliane Topârcean (Hermannstadt) stellte zwei Methoden vor: PME (progressive Muskelentspannung nach Jacobsen) und Qigong. Die überwältigende Resonanz und die vielen Rückmeldungen interessierter Frauen sprengte den geplanten Rahmen.
So musste kurzfristig vom Terrassensaal der EAS in den Großen Saal der EAS umdisponiert und die Anmeldeliste frühzeitig geschlossen werden. Die gute Stimmung und der wirksame Effekt der vorgestellten Methoden weckte in den Teilnehmerinnen den Wunsch nach mindestens einem Nachfolgetreffen noch in diesem Jahr.
Frauen setzten sich aktiv für den Weltgebetstag ein: Der Monat Februar war von vielen Vorbereitungen geprägt. Studientage und Informationsnachmittage wurden organisiert, die Lieder in Chorproben, Kindergottesdiensten und Jungschartreffen eingeübt, der Bibeltext an Gemeindenachmittagen und in Bibelkreisen vertieft.
Frauen luden im März ein: Kommt, feiert mit uns den Weltgebetstag. „Kommt! Bringt eure Last.“ - dieser Einladung des Weltgebetstags, der von Christinnen aus Nigeria ausgetragen wurde, folgten zahlreiche Gemeindeglieder und ökumenische Gäste aus 50 verschiedenen Ortschaften. In 17 Ortschaften wurden 20 WGT-Gottesdienste gefeiert, zwölf davon am Stichtag, dem 6. März 2026, einer Online (Petroschen). Auch die Angestellten des LK feierten in diesem Jahr im Festsaal des Bischofshauses mit. 63 Kinder nahmen an den fünf angebotenen Kindergottesdiensten teil, zudem wurde in der Kunstschule in Hermannstadt auch mit Schülern gefeiert. Das soziale Projekt beeindruckte alle, die gesamte Spendensumme stellt eine Rekordkollekte dar. Der Weltgebetstag ist ein Höhepunkt im Gemeindeleben. Menschen lassen sich immer wieder aufs Neue begeistern, informiert zu beten und betend zu handeln.
Mitte März organisierten die Frauen die jährliche Vertreterinnenversammlung und Vorstandswahlen. Diese wurden im Festsaal des Bischofshauses in Hermannstadt durchgeführt. Der Einladung der Vorstandsfrauen folgten 40 aktive Frauen aus 21 Gemeinden aller Bezirke. Der Gottesdienst zu Beginn war der Jahreslosung gewidmet und wurde von vier Diplom-Theologinnen unserer Landeskirche gestaltet. Das Hauptreferat zum Thema Frauenrechte hielt Andrei Ciubotaru (Kronstadt), Mitglied im Jugendwerk der EKR.
Inspiriert und informiert gingen die Frauen in die Gruppenarbeit und beschäftigten sich intensiv mit diesem umfassenden Thema. Für die Vorstandswahlen wurden viele starke Frauen als Kandidatinnen vorgeschlagen. Nach zehn Jahren intensiver Zusammenarbeit verabschiedeten sich Bettina Kenst, Christiane Lorenz und Edith Toth mit dem Versprechen, auch zukünftig punktuell mitzuwirken.
In den neuen Vorstand wurden Angelika Sara Beer (Neppendorf), Sunhild Galter (Neppendorf), Dietlinde Köber (Bukarest) und Martina Melinda Zey (Sächsisch Regen) gewählt. Ihnen stehen weiterhin Henriette Guib (Hermannstadt) als Ehrenvorsitzende und Katharina Borsos (Bistritz) als LK-Mitglied zur Seite.
In der ersten Vorstandssitzung wurden Sunhild Galter als Vorsitzende und Martina Melinda Zey als Stellvertretende gewählt. „Siehe ich mache alles neu“. Neue Wege liegen vor uns, neue Chancen ergeben sich und Frauen sind bereit, sich mit ihren Gaben zugunsten dieser landesweiten Arbeit einzubringen und Zukunft zu gestalten.
Die Frauen boten auch Fortbildungen an: Mit Schwung und Wissensgier ging es eine Woche später mit dem 9. Nähkurs der erfolgreichen Fortbildungsreihe „Vom geschickten Umgang mit der Nähmaschine“ weiter. Diese von der Arbeitsgemeinschaft der Frauenarbeit im GAW finanzierte Reihe ist stets ausgebucht und erfordert Reserveanmeldelisten. Dass die Anfertigung eines Kleidungsstücks viel Geschicktheit, mathematische Gewandtheit und viel Geduld erfordert, erfuhren die Teilnehmenden auch dieses Mal.
Unter der fachkundigen und geduldigen Anleitung der Schneidermeisterin Irene Gaspar schafften es alle, passende Schnitte anzufertigen und maßgeschneiderte Hosen zu nähen, eine Teilnehmerin sogar für ihr bevorstehende 50-jähriges Klassentreffen. Ein Erfolg! Für sie und alle Teilnehmerinnen.
Frauen richteten ihren Blick auf die landschaftliche Umgebung und luden zum Wandern ein. Gottes wunderbare Schöpfung konnten die 28 von nah und fern angereisten Teilnehmenden des Wandertags der Frauenarbeit Mitte April bestaunen. Dass ein Wandertag mehr als nur Schritte und km Zählen, Höhenunterschiede und Lokalkolorit Kennenlernen bedeutet, das erlebten alle an jenem Samstag im April auf dem Rundgang von Michelsberg nach Răşinari und zurück.
Cristian Cismaru (Hermannstadt) von der Stiftung Kirchenburgen leitete gekonnt und geduldig die große Gruppe über die Strecke vom Elimheim, über das Silberbachtal, den als „Emil Cioran Wanderweg“ bekannten Weg bis zum Punkt „Sub Costiţa Răşinari“, über die „Strada Cireşilor“ und zurück über das Silberbachtal bis zum Elimheim. 7 km, 11.000 Schritte, Höhenunterschied +200 m und mehrere schöne Aussichtspunkte, zunächst auf Michelsberg und Heltau, dann Richtung Răşinari und Großau.Der anfangs wolkenbedeckte Himmel lichtete sich und bot spektakuläre „Kodak-Momente“. Ein warmes Mittagessen, Kuchen und Kaffee warteten im Elimheim liebevoll aufgetischt.
Zum krönenden Abschluss gehörten zudem auch Singen und ein thematischer Impuls. Alles lud zum Verweilen und Genießen ein, so dass sich Abschluss und Abschiednehmen auf den Spätnachmittag verlagerten. Beeindruckt von Landschaft und Gemeinschaft und erfüllt von Eindrücken und Austausch begaben sich alle auf den Heimweg, voller Vorfreude auf den nächsten Wandertag. Der ist für Herbst im Repser Ländchen geplant.
Frauen gestalteten in Zusammenarbeit mit Klaus Göbbel (Leiter des Elimheims in Michelsberg) eine Keramikwerkstatt, die zum Töpfern und Spiel mit Licht verlockte. Die Teilnehmenden entdeckten während den Arbeitseinheiten, dass Ton mehr als nur Dreck ist und eine faszinierende Wirkung auf Töpfernde ausübt. Viele kleinere und größere Kunstwerke entstanden im Laufe des kreativen Workshops Ende April. Diese werden noch professionell bemalt und glasiert, somit auch lange haltbar gemacht werden.
Frauen organisierten zudem eine besondere Schreibwerkstatt. Diese war dem „Bible Art Journaling“ gewidmet, einem kreativen Bibelstudium. Acht Interessenten nahmen die Herausforderung an, sich mit dem Wort Gottes, der Bibel, kreativ auseinanderzusetzen. Spezialreferentin Cornelia Mandt (Deutschland) stellte verschiedene Arbeitsmethoden vor, brachte inspirierende Materialien und zahlreiche Bastelsachen mit, begleitete liebevoll und gekonnt durch die kreativen Arbeitseinheiten, bot Tipps und Tricks an, sowie ein „Rezept für Art Journaling mit Gott“.
Sie lud die Anwesenden ein, sich einen Bibeltext vorzunehmen, ihn aufmerksam zu lesen und zu sich sprechen zu lassen, sich dabei Notizen zu machen, wichtige Wörter oder Sätze zu unterstreichen, über die Kernaussage nachzudenken und einfach drauf los zu journaln, ohne Angst sich zu vermalen oder zu verschreiben. Mit Serviettentechnik, Schablonentechnik, Stempel, Zeichnungen, Farben und Gebeten entstanden die schönsten Seiten.
Frauen luden noch zu einer spontan geplanten Kerzenwerkstatt ein. Im kreativen Miteinander der Keramikwerkstatt war nämlich eine neue Idee entstanden, der Sunhild Galter (Neppendorf) spontan zusagte. So kamen die Frauen Ende Mai im Terrassensaal der EAS in Neppendorf zusammen, um die besondere Art der Kerzenverzierung mit Wachs zu erlernen. Die Idee erfreute sich unerwartet großen Interesse, sodass sie mit Sicherheit in den Veranstaltungskalender der Frauenarbeit für 2027 aufgenommen wird.
Frauen waren in der Öffentlichkeitsarbeit aktiv und sorgten für die Herausgabe einer rumänischsprachigen Andachtenbroschüre und des Rundbriefs mit der Nummer 101! Beide sind kostenlos in der Geschäftsstelle der Frauenarbeit im Bischofshaus in Hermannstadt erhältlich. Die Broschüre ist eine Übersetzung 2025 anlässlich des großen Jubiläums der Frauenarbeit erschienenen deutschsprachigen Andachtenbüchleins und konnte dank der Unterstützung der Projektabteilung des Landeskonsistoriums und des Hauptanwalts unserer Kirche mit Finanzierung seitens des Martin-Luther-Bundes gedruckt werden.
Ihnen sei auch hiermit herzlichst gedankt! Großer Dank gebührt auch allen Frauen, die mit ihren Beiträgen zur Gestaltung des Rundbriefs beigetragen haben. 100 Ausgaben wurden bis zum Jubiläumsjahr 2025 zusammengestellt und gedruckt. Mit dem Heft Nr. 101 im Jahr der Losung „Siehe ich mache alles neu“ geht die Frauenarbeit nicht nur bewährte Wege weiter, sondern beschreitet mutig und vertrauensvoll neue Wege.
Frauen bereiten auch für die bevorstehenden Wochen gemeinschaftsfördernde Veranstaltungen vor. Mehr dazu unter: www.frauenarbeit.ro und (20+) Frauenarbeit | Facebook.












































































































































