Mauereinsturz an der Kirchenburg Meschen (Mosna) – Fachleute untersuchen Ursachen und planen weitere Schritte


Nachdem ein Teilstück der Mauer der Kirchenburg aus Meschen eingestürzt ist, fängt die Aufräumarbeit an.

Am Sonntag, dem 14. Juni, in der Früh, kam es an der Kirchenburg Meschen zu einem plötzlichen Einsturz eines Abschnitts der äußeren Ringmauer. Personen wurden nicht verletzt. Der betroffene Bereich wurde unmittelbar nach dem Vorfall abgesperrt und gesichert.

Da in den sozialen Medien bereits zahlreiche Spekulationen kursierten, stellt die EKR und das Bezirkskonsistorium Mediasch folgendes fest:

Gleich am darauffolgende Montag trafen sich 14 Fachleute aus verschiedenen Institutionen, um den Schaden zu begutachten und das weitere Vorgehen abzustimmen. Vor Ort waren Vertreter des Denkmalschutzes, der Denkmalpolizei, Architekten, Statiker und Ingenieure,  Vertreter des Bürgermeisteramtes Meschen, der Kirchengemeinde, sowie des Bezirkskonsistoriums Mediasch.

Ziel des Termins war es, den Schaden präzise zu erfassen, mögliche Ursachen zu analysieren und erste Maßnahmen zu koordinieren.

Die Experten halten mehrere Faktoren fest, die den Einsturz begünstigt haben können:

-        extreme Witterungseinflüsse der vergangenen Jahre

-        starker Pflanzenbewuchs im Mauerwerk

-        Vibrationen durch den Schwerverkehr, der unmittelbar an der Burg vorbeiführt.

In den letzten drei Jahrzehnten wurden an der Kirchenburg umfangreiche Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten durchgeführt. Auch der bereits früher gesprungene Turm, der an den betroffenen Mauerabschnitt grenzt, wurde gesichert und im Fundamentbereich konsolidiert. Nach aktuellem Kenntnisstand war der Einsturz nicht vorhersehbar.

Die betroffene Fläche wurde provisorisch gesichert. Nach einem statischen Gutachten zum Turm können die Aufräumarbeiten beginnen.

In den kommenden Wochen folgen weitere fachliche Gutachten, Vorschläge zur dauerhaften Sicherung des Areals, sowie Optionen für einen Wiederaufbau des eingestürzten Mauerabschnitts. Die Kostenfrage für Sicherung und Wiederaufbau ist derzeit noch offen.

Ulf Zigler, als Bezirksdechantenstellverterter, erklärt dazu:

„Die Kirchenburg von Meschen ist ein wertvolles Kulturerbe unserer Region. Wir danken allen beteiligten Fachleuten und Behörden für die schnelle und konstruktive Zusammenarbeit. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Anlage zu sichern und ihre Zukunft zu gewährleisten.“

Hinweis an die Öffentlichkeit: Die EKR und das Bezirkskonsistorium bitten um Zurückhaltung bei Spekulationen und versichern, dass transparent über alle weiteren Schritte informiert wird.

hk