Kleinschenk: Brunch, Ausstellung und Konzert zum Abschluss der Internationalen Kunstwoche


Siebenbürgische Trachten- und Textilarbeiten stehen im Mittelpunkt der aktuellen Künstlerwoche in Kleinschenk/Cincsor.

Zum Abschluss der achten Ausgabe der „Internationalen Residenz für Bildende Kunst“ am 26. September in Kleinschenk hat Carmen Schuster ein umfassendes Programm auf die Beine gestellt. Kuratiert wird die sogenannte Residenz von Elisabeth Ochsenfeld, bildende Künstlerin und Kuratorin, Gründerin des Ochsenfeld Residency Award in Frankfurt/Heidelberg.

In einem dreijährigen Themenzyklus steht 2026 erstmals das Motto „Memorie & Tradiție – Erinnerung und Tradition“ im Mittelpunkt. Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler arbeiten in diesem Jahr insbesondere mit dem sächsischen Textilerbe, einem zentralen Bestandteil der regionalen Kulturgeschichte.

An der diesjährigen Kunstwoche nehmen folgende Künstler teil: Bogdan Achimescu (Polen), Eugen Alupopanu (Rumänien), Alexandra Cicorschi (USA), Jerolyn Bahm-Colombik (USA), Roger Colombik (USA), Dorin Crețu (Frankreich), Stella Dreis (Deutschland), Bea Gschwend (Deutschland), Elisabeth Ochsenfeld (Deutschland), Cristian Opriș (Rumänien) und Vasiluța Vasilache (Republik Moldau).

Als besondere Gäste wirken mit: Iris Wolff, Schriftstellerin aus Hermannstadt, Trägerin zahlreicher Literaturpreise; Iulia Gorneanu, Kuratorin, Ethnografin und Dokumentaristin, mit einem Vortrag zum sächsischen Textilerbe; Andreea Ciortea, Kulturmanagerin, die die Ausstellung eröffnet; Erlend Krauser, Gitarrist und ehemaliges Mitglied der Band Phoenix, mit einem Konzert in der Kirchenburg.

Das Programm startet um 11 Uhr mit einem Brunch mit saisonale Spezialitäten in der Scheune und im Garten des ehemaligen evangelischen Pfarrhauses. Der Eintritt kostet  170 Lei pro Person, Reservierungen über kulturproject@gmail.com, Tel. 0744 373 090.

Die Internationale Residenz für Bildende Kunst Kleinschenk/Cincșor, gegründet 2017, bringt jährlich rumänische und internationale Künstler zusammen, die eine Woche lang vor Ort leben und arbeiten. Die diesjährige Ausgabe widmet sich dem Thema Erinnerung und Tradition und greift die Geschichte und das kulturelle Erbe der sächsischen Gemeinschaft auf – einer kleinen, aber prägend wirkenden Gruppe innerhalb der transsilvanischen Kulturlandschaft.

Die Abschlussausstellung findet in der Evangelischen Kirchenburg statt, die gerade dabei ist, sich neu auszurichten, heißt: Sie bleibt Gotteshaus einer kleinen evangelischen Gemeinde und entwickelt sich zugleich zu einer Kulturkirche, die neue Impulse für das Gemeindeleben setzen möchte.

Der Verein Contrafort Pro Kleinschenk/Cincșor wurde 2008 gegründet, um die Evangelische Kirchenburg Cincșor und die lokale Gemeinschaft zu unterstützen. Die Organisation hat bedeutende Mittel für die Erhaltung der Kirchenburg eingeworben und zahlreiche kulturelle Veranstaltungen initiiert oder mitorganisiert, die zur Revitalisierung des historischen Bauwerks beitragen. Die Residenz wird ebenfalls vom Verein Contrafort Pro Kleinschenk/Cincșor und Kultur Project Cincșor, in Partnerschaft mit der Stiftung Kirchenburgen sowie mit Unterstützung der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien und der Evangelischen Kirchengemeinde Kleinschenk veranstaltet.