Jugendwerk feiert 20-Jahre-Jubiläum in Kleinschenk


Begeistert verfolgen Bischof Reinhart Guib und die deutsche Konsulin in Rumänien, Wiebke Öser, das Programm während des Jugendwerk-Jubiläums.

Wann hat Kleinschenk das letzte Mal eine so volle Kirche erlebt? Wohl eher vor der Wende zu Weihnachten? Auf jeden Fall jetzt anlässlich der 20 Jahre-Feier des Jugendwerkes der EKR am Samstag, dem Tag der Deutschen Einheit, war es wieder so weit, dass sie bis auf den letzten Platz besetzt war und die Orgel wieder erklang.

Über 150 Jugendliche waren angereist und – einige zum Teil seit Donnerstag vor Veranstaltungsbeginn - am Werkeln, am Basteln, Schmücken, Dekorieren, Zelt-Aufstellen, oder um einen aufwändigen Parcours vorzubereiten, durch den sie die 20 Jahre auf verschiedenste Weise nochmals Revue passieren ließen – in Bildern, Broschüren, einem Escape-Room, oder auf spielerische Weise. Auf dem Gelände des Pfarrgartens, des wunderschön renovierten Schulgebäudes  und der dazugehörigen Bauernhöfe genoßen die Gäste – ungefähr nochmals fast 150 Teilnehmer (also fast 300 Besucher)  – diese einmalige Atmosphäre, in der sich die Jugendarbeit von ihrer besten Seite zeigte: mit viel Kreativität, Enthusiasmus und einer schönen, positiven Grundstimmung.

Man wollte diese Feier zum Anlaß nehmen, sich auf unterschiedlichste Weise, in unterschiedlichsten Formaten bei all denen zu bedanken, die aktiv mitgemacht und mitgestaltet, begleitet haben – in welcher Form auch immer. Auch hier zeigte sich die Kreativität der Jugendlichen, die diese Danksagungen sei es auf spielerische Art, sei es musikalisch, sei es durch Erzählung oder ein Generationenquiz darstellten, so dass nie Langeweile aufkam.

Auf jeden Fall betonten die ehemaligen Freiwilligen immer wieder, wieviel ihnen das Engagement und das Mitmachen im Jugendwerk fürs Leben – privat und beruflich - gebracht habe, wenn es zum Beispiel um die Organisation von Kinder- und Jugendlagern ging. Das heißt, zu lernen, sehr früh Verantwortung zu übernehmen, im Team arbeiten, mit Konflikten umgehen – alles, was damit zusammenhängt, wenn Menschen miteinander eine gewisse Zeit in einem begrenzten Raum auskommen müssen. 

Und das alles unter dem Dach der Evangelischen Kirche, in der natürlich Glaubensfragen ganz oben  auf der Tagesordnung stehen, was die Jugendlichen immer wieder betonen, und was den beiden jetzigen Leitern, dem Pfarrerehepaar Cristina und Wolfgang Arvay aus Mediasch, ein besonderes Anliegen ist. Sie gestalteten auch den Gottesdienst, und Cristina Arvay betonte in ihrer Predigt, dass Jesus sehr wohl die Sorgen der Menschen gesehen hat, und wenn diese aber ihre klare Richtung behalten, Wunder geschehen können.

Bischof Reinhart Guib, ein bekennender Unterstützer der Jugendarbeit, ließ es sich nicht nehmen, sich ebenfalls bei den Verantwortlichen des Jugendwerks und den Jugendlichen für ihren Einsatz zu bedanken. Er tat dies, in dem er einen Obstkorb mitbrachte – mit Obst aus dem Bischofsgarten. So symbolisiert für ihn der saftige Apfel das volle Leben, die Energie, die, die Jugend mitbringt, die Traube mit ihren einzelnen Früchten, die doch zusammengehören, das Gemeinschaftliche. Oder die Nuss, mit ihrer harten Schale und dem weichen Kern, das Bemühen, den harten Teil möglich oft abzuwerfen und aufeinender zuzugehen. Und schließlich die Blume: „Wir sind alle wie Blumen“, so der Bischof, die mit den Blüten zum Entfalten kommen. Schließlich lagen im Korb - symbolisch natürlich - noch Fische als ein Zeichen für Hoffnung und Frieden.

Den Abend gestaltete die Musikgruppe des Jugendwerkes – nochmals ein richtiger Stimmungshöhepunkt  – mittlerweile mit einer richtig gut spielenden Band. Und immer wieder mit Stücken, bei denen die Jugendlichen begeistert mitsangen.

Alles in allem eine Veranstaltung, die Hoffnung für die Zukunft macht.

hk