Feierlicher Gottesdienst zum Bartholomäusfest


Volle Kirche zum Bartholomäusfest am vorletzen Augustsonntag in Kronstadt. Bild: hk

Der Höhepunkt des diesjährigen Bartholomäusfestes am letzten Augustsonntag in der ältesten Kirche Kronstadts im Stadtteil Bartholomae, bildete der evangelische Gottesdienst. Es war ein beeindruckendes Bild, als die hohe Geistlichkeit, angeführt von Bischof Reinhart Guib, dem Bischofsvikar Dr. Daniel Zikeli, dem Superintendenten vom Oberen Haveland Uwe Simon,  dem Leiter des Berliner Missionswerkes Dr. Ulrich Schöntube sowie einigen siebenbürgischen Pfarrern, durch die bis fast auf den letzten Platz besetzte Kirche schritt.

Bartholomäus-Gemeindepfarrer Maximilan Braisch war sichtlich stolz, als er in seiner Begrüßung voller Euphorie sagte, es sei wie Weihnachten, wenn er diese festliche Stimmung in der so gutbesuchten Kirche erlebe. In ihrer Predigt, die sich der Bischof Guib mit Dr. Schöntube teilten, gingen sie unter anderem auch auf die erfolgreiche Kirchenpartnerschaften zwischen den damaligen DDR-Kirchen und denen in Siebenbürgen ein - mit ihrem schwierigen Beginn in kommunistischen Zeiten, als man äußerst vorsichtig sein musste, weil die Polizei in beiden Ländern solche Begegnungen mir großem Argwohn verfolgte.

Umso größer war dann die Freude nach der Wende, als man sich endlich offen und über Grenzen hinweg austauschen konnte.  Heute nun sei der Kontakt umso wichtiger, da man mit ähnlichen Herausforderungen als Diaspora-Kirche kämpfe – sei es die schrumpfende Zahl der Mitglieder oder die Frage nach dem Umgang mit dem Immobilienbesitz oder auch, wie Angebote für junge Menschen aussehen sollten.

Und Superintendent Simon, der schon vor über 20 Jahren eine Kooperation mit der Zeidner Gemeinde initiierte, sagte in seiner Ansprache ganz emotional: „Ich fühle mich wie zu Hause.“ Das gutbesuchte Abendmahl mit Orgelmusik, begleitet von Trompetenklängen von Peter Klein sowie der Gesang des gemeindeeigenen Kirchenchores rundeten einen besonderen Sonntag ab.  Selbstverständlich ging es dann mit dem Fest im Freien weiter mit Blasmusik, Volkstanz und gemeinsamem Singen.