Die Bergkirche lebt – mit Engelsklang


Das Team der Hetzeldorfer HOG mit den Pfarrern Ulf Ziegler und Michael Welther, die das Engelsprojekt umsetzten. Bild: hk

„Endlich sind die Engel an ihrem Platz,“ freut sich die Initiatorin Katharina Schmidt in ihrer Rede in der Bergkirche Mitte Juli in Hetzeldorf anlässlich eines feierlichen Gottesdienstes zur Fertigstellung dieses besonderen Projekts.

Die Kirche auf dem Hetzeldorfer Friedhof wurde dank zahlreicher Spenden in den Jahren 2021 bis 2023 umfassend renoviert und danach feierlich wieder eingeweiht. Nach der Einweihung stellte sich die wichtige Frage nach einem Nutzungskonzept – also was mit der Kirche in Zukunft geschehen soll.

Die Heimatortsgemeinschaft (HOG), die Vertreter der Hetzeldorfer in Deutschland, erarbeiteten gemeinsam mit Pfarrer Michael Welther das Konzept einer „Engelskirche mit Geflüster“, wie sie es formulierten: Figuren, die mit ihren am Körper befestigten Glöckchen – wenn sich die Luft bewegt – einen zarten Klang erzeugen. Die Idee dieser drei Engel ist, dass sie den Besucher sinnlich in seiner Spiritualität ansprechen – unabhängig von Konfession oder ethnischer Zugehörigkeit, wie es die Initiatoren betonen. Beim „Trostengel“ neben dem Altar können sich die Besucher beispielsweise eine Botschaft abholen – kleine Kärtchen mit Sätzen, die ermuntern, motivieren oder trösten sollen. Der zweite, der „Schutzengel“, hält ermunternde Botschaften für Kinder bereit.

In wochenlanger Arbeit hat ein kleines Team um die HOG‑Vorsitzende Renate Heilmann und Katharina Schmidt mit ihren Ehemännern an der Konzeption und vor allem an der Gestaltung der drei Engel gearbeitet, die in einer Garage in Deutschland entstanden sind.

Mitte Juli fand nun der feierliche Gottesdienst in der Bergkirche statt – gestaltet von den beiden Pfarrern Ulf Ziegler aus Mediasch und Michael Welther. Letzterer arbeitet als Pfarrer und Religionslehrer in Salzburg/Österreich und verließ seinen Heimatort Hetzeldorf nach der Wende Anfang der 90er Jahre. In seiner Predigt griff Welther das Engelskonzept der HOG‑Vertreter auf und erwähnte besondere Beispiele aus der Bibel, in der Engel eine wichtige Rolle spielen. Ungefähr 300 Mal finden sie in der Heiligen Schrift Erwähnung, wie Pfarrer Welther zu berichten wusste. Für den Abschluss des gut besuchten Gottesdienstes hatte die Engelsprojektgruppe noch ein Lied – natürlich zu den Engeln – einstudiert. Um die musikalische Umrahmung kümmerte sich Theo Halmen.

In einer weiteren feierlichen Zeremonie im Gemeindehaus, gefolgt von Mittagessen und Hanklich, zu der alle Hetzeldorfer eingeladen waren, bedankten sich die beiden Initiatorinnen Katharina Schmidt und Renate Heilmann bei allen, die an diesem Projekt der Kirche mit Engelsgeflüster mitgewirkt haben.

Hans Koeniges