Traumstart der Transilvanian-Brunch-Saison


Berufsschüler mit ihren Ausbildern aus Deutschland trugen zum guten Gelingen des ersten Transilvanian Brunch in diesem Jahr in Martinsdorf bei. Bild: hk

Mit einer ungewöhnlichen Aktion begann der erste Transilvanian Brunch der Stiftung Kirchenburgen der EKR in diesem Jahr. Rund 60 angehende Handwerker mit ihren Ausbildern aus Deutschland empfingen die über 50 Gäste beziehungsweise Teilnehmer des Brunches in Martinsdorf, die zum Auftakt dieser ersten Veranstaltung der Stiftung Kirchenburgen kamen.

Und wie schon die Jahre davor, zeichnet sich dieses Event-Konzept dadurch aus, dass rund um eine Kirchenburg Gastgeber vor Ort kulinarische Spezialitäten vorbereiten nach dem Motto: Eine gute Stimmung beginnt mit einem guten Essen. Nicht fehlen darf eine Führung in der Kirche und auf dem Gelände der Kirchenburg mit einem kleinen Exkurs in die Geschichte der Region. Das alles mit dem Ziel, die Menschen aus der Umgebung oder auch sonstige Interessierte für dieses wertvolle historische Erbe zu sensibilisieren und sie dazu zu bewegen, mitzuhelfen, dieses zu erhalten.

Das besondere diesmal: Auf dem Gelände der Martinsdorfer Kirchenburg werkeln seit 2011 Auszubildende der Berufsschule für Bauhandwerk in München und lernen einen zusätzlichen, interessanten Aspekt ihres Berufs kennen, nämlich die Restaurierung von alten Gebäuden. Und mittlerweile beteiligen sich – wie dieses Jahr – neun Berufsschulen zwischen Hamburg und Passau, eine sogar aus der Schweiz, mit verschiedenen Berufsprofilen wie Dachdecker, Zimmerer, Schreiner, Kirchenmaler an dieser ungewöhnlichen Aktion. Jeweils zwei Wochen arbeiten die Jugendlichen in Martinsdorf an Restaurierungsprojekten von Kirchen.

Zum ersten Mal, und darüber hatten sich die deutschen Gäste sehr gefreut, und es als Geste der Wertschätzung ihrer Arbeit gewertet, waren der rumänische Bürgermeister des Ortes und sein Stellvertreter mit ihren Familien  anwesend. Auch sie hatten ein Tablett mit Spezialitäten dabei, und ihre jungen Töchter trugen ebenfalls zum guten Gelingen dieses Tages bei. In rumänischer Tracht gekleidet hatten sie überhaupt keine Scheu vor Publikum zu singen.

Damit nicht genug: Es ging an alle die Aufforderung, ein paar Grundschritte des rumänischen Volkstanzes zu lernen, und einige – inklusive Ausbilder – machten begeistert mit.  Abgerundet wurde der Tag durch einen Spaziergang durch die Dorfstraße mit dem jungen Architekten Tudor Coman, der anhand einiger Häuserbeispiele und mit einem flammenden Appell erläuterte, warum es sich lohnt, um die Restaurierung von solchen historischen Bauten beziehungsweise sächsichen Häusern zu kämpfen.

Die nächsten Transilvanian Brunches finden am 23. Mai in Baaßen (Bazna) und am 30. Mai in Meschendorf (Mesendorf) statt. Anmeldungen über booking.mytransylvania.ro.

hk