Vertreterinnenversammlung 2019

Der Jahresanfang ist nicht nur Anlass für Ausblick, Planen, Erstellen von Veranstaltungskalendern und das Versenden der Einladungen, sondern bietet auch Anlass für einen Rückblick und pflichtgemäß muss vielerorts auch Rechenschaft abgelegt werden. So auch in der Frauenarbeit, die als Werk der Kirche gemäß §118 c der Kirchenordnung funktioniert. Die Frauenarbeit lebt durch die ehrenamtliche Arbeit vieler engagierter Frauen. Die wichtigen Entscheidungen werden vom Vorstand getroffen, aber das legislative Organ der Frauenarbeit ist die Vertreterinnenversammlung, die jährlich einberufen wird. Sie wählt, bestätigt und entlastet den Vorstand und die Geschäftsführerin.

 „Kommt, alles ist bereit!“ lautete die Einladung des diesjährigen Weltgebetstags. Die Frauen aus Slowenien hatten eingeladen, ihr schönes Land kennen zu lernen und mit ihnen zu beten. Mit diesem Ruf des Gastgebers aus dem Gleichnis vom großen Festmahl im Lukasevangelium Kapitel 14 war das Thema vorgegeben. Diesem Aufruf folgten viele Gemeinden und feierten Anfang März den Weltgebetstag. Darüber hinaus hören und lesen wir diese Einladung immer wieder, sei es zum Abendmahl, zu kirchlichen oder weltlichen Festen, sei es zu Veranstaltungen der Jugendarbeit, der Frauenarbeit, des Begegnungs- und Kulturzemtrums Friedrich Teutsch in Hermannstadt, der Kirchengemeinden, des Forums, der Schulen usw.

Auch die Frauenarbeit lädt immer wieder ein: zu landesweiten und regionalen Rüstzeiten, zu Werkstätten und Fortbildungen, sie druckt und verteilt Veranstaltungskalender, Rundbriefe und Einladungen. Die Mitarbeiterinnen planen lange im Voraus, bereiten sich intensiv vor und erwarten mit Freude und Hoffnung viele Interessierte und Teilnehmende, denn „alles ist bereit“!

Eine dieser Einladungen richtete sich speziell an die Frauen, die als Vertreterinnen in den Bezirken und Gemeinden unserer Landeskirche aktiv sind. Es standen der dankbare Rückblick, der hoffnungsvolle Ausblick und die Entlastung des Vorstandes an. Der Einladung folgten am 16. März d.J. 31 Vertreterinnen aus 12 Gemeinden, sowie drei interessierte Gäste. Sie kamen erwartungsvoll nach Neppendorf ins Tagungshaus der EAS, denn Vertreterinnenversammlungen der Frauenarbeit sind nicht trockene Sitzungen, sondern auch stärkende, inhalts- und musikreiche Veranstaltungen.

Vorstandsvorsitzende Sunhild Galter legte einen Bericht über die Aktivitäten und die Arbeit des Vorstandes seit der letzten, am 10. März in Heltau abgehaltenen Vertreterinnenversammlung, vor. Sie unterstrich in ihrem Rechenschaftsbericht, dass sie erneut von einem guten Arbeitsjahr berichten kann und dankte den Vorstandsfrauen für ihren unermüdlichen Einsatz, der zeit- und kräfteraubend ist. Margit Kézdi ergänzte als Geschäftsführerin den Rückblick mit Bildern und konkreten Zahlen und fragte anschließend, was nach einem Jahr denn bleibt. Im spontanen Brainstorming fassten die Anwesenden zusammen, was die Bilder auch beweisen: Es bleiben die Freude an der Gemeinschaft, am gemeinsamen Singen, Beten und Arbeiten, es bleibt auch viel neues, bei den verschiedenen Fortbildungen angeeignetes Wissen.

Über Berichterstattung und Zahlen hinaus, bot der Tag den Frauen auch inhaltlich Stärkung. Bettina Kenst, Pfarrerin in Mediasch und Vorstandsmitglied der Frauenarbeit, lud in ihrer Andacht ein, grundsätzlich über das Thema Gastfreundschaft nachzudenken und es aus einem anderen Blickwinkel heraus zu tun. Laut-Online Lexikon Wikipedia ist Gastfreundschaft die freundliche Gesinnung, die einem Besucher von seinem Gastfreund bei seiner Beherbergung, Bewirtung und Unterhaltung entgegengebracht wird. Bettina Kenst ermunterte alle, nicht zu verzagen und einfach von DEM Besten zu lernen, wie Gastfreundschaft geht, und zwar von Gott selbst – anhand des 23. Psalmes. Vom Gastgeber des großen Festmahls am Ende der Zeiten können wir lernen, sodass auch wir gastfreundliche Stationen sein können für Menschen auf dem Weg zu IHM.

Gerhild Rudolf, Leiterin des Begegnungs- und Kulturzentrums Friedrich Teutsch und langjährige Mitarbeiterin der Frauenarbeit, hielt das Hauptreferat dieses Treeffens. Sie ging auf drei weltliche Aspekte ein: Einerseits hören Frauen diese Einladung zu selten, eher sind sie diejenigen, die einladen, vorbereiten, Tisch decken. Andersherum erleben sie manchmal auch die Situation, in der sie unzufrieden sind, oder nicht fertig mit allen Vorbereitungen und denken sich dabei: Kommt nicht, denn es ist nicht alles bereit. Manchmal laden sie ein, obwohl nicht alles fertig ist. Während die erste Situation ein Ideal darstellt, dass alle anstreben, die zweite zum Rückzug, zu Isolation führt, so kann die dritte doch Schönes und Fruchtbares bewirken, da sich Gäste erfahrungsgemäß auch gerne in alle Vorbereitungen einbringen. Die Impulse für die anschließende Gruppenarbeit entnahm die Referentin aus verschiedenen biblischen Geschichten. Die fünf Gruppen erhielten verschiedene Bibeltexte und Hilfsfragen und sollten einen Dialog zum vorgegeben Thema schreiben. Dabei sollten verschiede Aspekte des Vorbereitet-Seins, des Bereit-Seins, der (un)gerechten Aufgabenverteilung, der Freude oder Unzufriedenheit bereitenden Details bedacht und hervorgehoben werden. Die lebhafte Arbeit in den Gruppen, die begeisterte Vorstellung der erarbeiteten Dialoge, das Wahrnehmen einzelner Situationen und der Austausch trugen maßgeblich zur guten Atmosphäre bei.

Während die Vertreterinnen an einem kulturellen Programmpunkt mit Pfr. Dietrich Galter im Terassensaal teilnahmen, hielt der Vorstand eine kurze Sitzung im Gerhard Möckel Saal ab, und konnte dabei Rückblick auf den Tag halten, sowie mit Beratungen und Entscheidungen zum Ausblick beitragen. Gemeinschaftspflege bleibt Priorität, desgleichen verschiedene Fortbildungen und Rüstzeiten anzubieten und einzelne Frauen und Frauengruppen zu fördern. Zugleich ist es wichtig, neue Mitarbeiterinnen in den verschiedenen Regionen zu suchen und einzubinden, wie auch Veranstaltungsangebot zu erweitern.

Da 2019 in unserer Landeskirche zum Jahr des Ehrenamtes erklärt wurde und das Wirken der Frauenarbeit zu 99% auf ehrenamtlichem Einsatz beruht, dankten die Vorsitzende und die Geschäftsführende allen Mitarbeiterinnen und würdigten ihren Einsatz mit einem Blumengruß und einem Ehrenamtsdiplom in Form einer personalisierten Tasche, die sie im aufgabenbereichen Alltag begleiten kann und wünschten ihnen, dass sie darin noch viele schöne Erinnerungen mitnehmen mögen, gemäß dem Leitkanon des Tages: Dass Erde und Himmel dir blühen, / dass Freude sei größer als Mühen, dass Zeit auch für Wunder, für Wunder dir bleib / und Frieden für Seele und Leib!

Text: Margit Kézdi, Foto: Beatrice Ungar

 

Rüstzeit für Küster und Küsterinnen der EKR

Die Frauenarbeit der EKR hat in ihrem Fortbildungsprogramm für 2018 eine KüsterInnenrüstzeit vorgesehen und dazu alle Küster und Küsterinnen der EKR herzlichst nach Michelsberg ins Elimheim eingeladen. 26 kirchliche Mitarbeiter folgten dieser Einladung und nahmen am 14.-15. Mai d.J. an diesem Seminar mit dem Thema „Feuer und Flamme. Cu trup si suflet pentru biserica“ teil. Die Vorstandsfrauen Christiane Lorenz (Malmkrog) und Bettina Kenst (Mediasch) waren für die inhaltliche Arbeit und Moderation verantwortlich, die Geschäftsführerin für den organisatorischen Rahmen und die Koordination. Als Referenten haben Bischof Reinhart Guib, Landeskirchenkurator Friedrich Philippi, Musikwart Jürg Leutert und Küsterin Marion Henning mitgewirkt. Zu den Programmpunkten zählten Lerneinheiten zu den wichtigen Themen: Paramente und liturgische Farben, Blumenschmuck und Kerzen, Umgang mit Touristen, sowie Gruppenarbeiten mit Übungen und Gesprächsrunden zu den vielfältigen Arbeits- und Aufgabenbereichen der Küster. Eingeplant waren auch praktische Anwendungen des Gelernten in der Michelsberger Dorfkirche. Die Teilnehmenden erhielten ein Diplom als Teilnahmebestätigung.  

 

Vertreterinnenversammlung 2018 in Heltau

Die Frauenarbeit der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien tagt in Heltau

Am Samstag, den 10. März d.J., tagte die Vertreterinnenversammlung der Frauenarbeit in Heltau. 29 Frauen aus 12 Ortschaften unserer Landeskirche folgten der Einladung der Vorstandsfrauen und vertraten alle kirchlichen Bezirke in der jährlichen Vertreterinnenversammlung.

Der Tag begann mit einer herzlichen Begrüßung im Kultursalon und einem gemeinsamen Frühstück, vorbereitet von den Heltauer Gastgeberinnen. Pfarrerin Bettina Kenst hielt eine Andacht und Architekt Lutz Connert (Presbyter in Mediasch) ein fachmännisches Referat zum Thema des Tages „Brücken“. Beide gaben Impulse für die anschließenden Gruppenarbeiten. Da Kreuz und Regenbogen beide symbolische Brücken zwischen Mensch und Gott sind, konnte sich jede Teilnehmerin ein Kreuzchen als Kettenanhänger oder Brosche aus Fimo basteln und als Erinnerung an diesen Tag mit nach Hause nehmen. Kirchenmusikerin Edith H. Toth aus Mediasch und Gemeindeschwester Rosina Ruopp aus Heltau begleiteten an Klavier und Gitarre den musikalischen Teil der Veranstaltung. Diesem erbaulichen Teil folgten die Rechenschaftsberichte der Vorsitzenden Dr. Sunhild Galter und der Geschäftsführerin Margit Kézdi in Worten, Zahlen und Bildern über die reichen und breitgefächerten Aktivitäten des vergangenen Jahres.

Die Frauenarbeit der EKR ist ein kirchliches Werk ohne Rechtsperson und wird finanziell von der Kirchenleitung und vielen einzelnen Spenden unterstützt. Ihre Ziele sind Gemeinschaft fördern, Anliegen von Frauen hör- und sichtbar machen und Frauen im Glauben stärken und ihre Gaben fördern. Als Werk der Kirche nimmt die Frauenarbeit Aufgaben in Kirche, Ökumene und Alltag wahr, bildet ein Dach, unter dem sich Frauen vernetzen können, fördert Gemeinschaft zwischen Generationen und Konfessionen und organisiert Veranstaltungen und viele Fortbildungsseminare für und mit Frauen. Die Geschäftsstelle hat zwei Büros: eines im Bischofshaus in Hermannstadt und eine Zweigstelle im Heltauer Pfarrhaus. Deshalb hielt der Vorstand nach der Vertreterinnenversammlung eine der regulären Sitzungen im Pfarrhaus ab. Die von näher oder weiterem angereisten Frauen konnten derweil eine Kirchenführung mit Stadtpfarrer Kézdi und ein kleines Orgelintermezzo der Organistin Zsuzsanna Molnar genießen.

Der Wunsch nach Gemeinschaft, der Bedarf nach Gespräch, die Sehnsucht nach geistlicher Stärkung verzögerten das Programm. Gerne hätten alle noch mehr Zeit miteinander verbracht. Das Ambiente der Kirchenburg, die Herzlichkeit der Gastgeberinnen, die professionelle und gute Vorbereitung der Vorstandsfrauen, die leckere Verwöhnung der Handarbeitskreisfrauen aus Heltau in Form von Speis und Trank, sowie das sonnige, milde Frühlingswetter trugen allesamt dazu bei, dass dieser Samstag ein Erfolg war und eine stärkende und schöne Erinnerung bleibt.  

 

 

 

Stand im Bischofshaus

Während den "Offenen Tagen im Bischofshaus", am 4. und 5. August 2017, bot die Frauenarbeit einen Verkaufsstand im Hof an, der viele schöne Begegnungen und Gespräche ermöglichte. Dank der materiellen Spenden der Vorstandsfrauen, der Frauenkreise aus Heltau, Kronstadt, Malmkrog, Mediasch, Neppendorf, Zeiden und zweier Mitarbeiterinnen aus Schäßburg, enthielt der Stand ein breitgefächertes und buntes Angebot und erbrachte Einnahmen für die Durchführung von zwei Veranstaltungen. Den Mitarbeiterinnen, den Spenderinnen und allen BesucherInnen sei auch hiermit herzlichst gedankt!

Fotos: Stefan Bichler  

 

 

Evangelische Frauen - Gelebte Geschichte im Wandel der Zeiten

2017 begehen wir das 500-jährige Reformationsjubiläum. Aus diesem Anlass hat sich die Frauenarbeit der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien mit der Herausgabe eines immerwährenden Kalenders einen schon lange gehegten Wunsch erfüllt: Exemplarisch auf die vielen starken, aktiven Frauen hinzuweisen, die, vom Glauben getragen, seit der Reformation ihre Kraft, ihre Geduld, ihr Können und Wissen in den Dienst der Gemeinschaft und der Kirche gestellt haben.

Sicher hat es zu allen Zeiten solche Frauen gegeben. Aber aus vorreformatorischen Zeiten fehlen belegte Informationen. Wir möchten zeigen, dass dieser Einsatz ohne Unterbrechung weiterging, weitergeht und weitergehen wird.

Deshalb sind die in diesem Kalender enthaltenen Frauenporträts ein bunter Strauß aus mehreren Lebens- und Einsatzbereichen und aus mehrerern Jahrhunderten bis hin zu Gegenwart.

Der Umfang eines Kalenders ist begrenzt. Das heißt, dass jede der vorgestellten Frauen nicht nur für sich steht, sondern stellvertretend für viele andere!

Unser Dank gilt der Leitung der EKR, die sich von unserem Vorhaben freundlicherweise hat begeitern lassen und freundlicherweise die Herstellungskosten übernommen hat!

Im Namen des Vorstandes, Dr. Sunhild Galter

Der Kalender kann in der Geschäftsstelle der Frauenarbeit und im Kassenamt des Landeskonsistoriums für eine Spende erworben werden.