EKR - Evangelische Kirche A.B. in rumänien
Impressum | Kontakt Startseite | Geschichte | Struktur | Dokumente | Ökumene | Gemeindeleben | Projekte | Pressefotos
Gemeinden
Bezirke
Kirchliche Einrichtungen
Selbstständige kirchennahe Einrichtungen
Die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien stellt sich vor

Stellenausschreibung



Bischof Reinhart Guib

Andacht zur Jahreslosung 2012

Gott gibt uns ein starkes Zeichen

Jesus Christus spricht: „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ (2. Kor. 12, 9)

Die Jahreslosung spricht von dem wunderbaren Gott, der für uns Menschen Wunder möglich macht. Durch die Zeiten haben Christen immer wieder erlebt, dass Gottes Möglichkeiten noch lange nicht am Ende sind, wenn menschlich gesehen nichts mehr ging. Wer hat`s nicht schon erlebt, dass die Kräfte einen verließen, die Ideen ausblieben, der wohlmeinende Rat sich als nicht umsetzbar erwies, alle Versuche scheiterten, das Leben sich auf eine Sackgasse zu bewegte? Aber gerade dann sind wir als Gläubige gefordert unseren Glauben durchzuhalten und Gott das Vertrauen zu schenken, dass er es gut mit uns meint. Er lässt uns nicht hängen. Das bin ich gewiss auch für 2012. An der Geschichte einer Gemeinde in Siebenbürgen lade ich euch ein, das exemplarisch nachzuvollziehen:

Vor 95 Jahren erlebte die Gemeinde ein Wunder. Ein Mann kam als Wanderer dahin. Niemand wollte ihn aufnehmen, außer einem Lehrer. Im Gespräch stellte sich heraus, dass der Lehrer eine Andacht in der Kirche halten sollte, da kein Pfarrer im Ort war. Da der Wanderer selbst Pfarrer war, bot er an, die Predigt zu übernehmen. Die Erlebnisse der vergangenen Woche hatten ihm viele Gedanken zugeführt und ihn in Erregung versetzt. Die Gemeinde war verwundert als ein fremder Prediger die Kanzel bestieg. Später berichtet er, dass er sich nur unklar an das Gesagte erinnerte. Aber er sah die aufmerksamen, gespannten Zuhörer noch vor sich, die ihm eine dreiviertel Stunde zuhörten. Nach der Predigt sangen alle mit gestärkten, geisterfüllten Herzen mit und stellten ihre Rettung dem Herrn anheim. Die Presbyter bedankten sich mit warmen Worten.

Ein Jahr darauf sandte jener Lehrer dem Pfarrer vier Flaschen edlen Wein und einige Zeilen: „Betrachten Sie meine Sendung als Dank unserer Gemeinde, in der Sie sich durch ihre Predigt vom 3. September 1916 ein Denkmal gesetzt haben. Sie haben durch ihre Worte voller Gottvertrauen die hiesige Bevölkerung von voreiliger Flucht abgehalten und dadurch vor großem Schaden bewahrt.“ In seiner 20 Jahre später aufgezeichneten Erinnerung hielt der Pfarrer, dem in seiner eigenen Gemeinde kaum ein Echo auf seinen Verkündigungsdienst begegnete, fest: „Diese Zeilen sind mir der schönste Lohn gewesen. Sie beweisen mir, dass ich damals mit Gottes Wort Gutes gewirkt habe. Seit jenem Tage habe ich an die Kraft des Heiligen Geistes erst recht glauben gelernt. Er ist in uns schwachen Menschen mächtig und befähigt uns zu Taten, die wir ohne ihn nie zustande bringen könnten. Gott segne die Gemeinde!“

Der einfachste Weg über uns hinaus zum Empfangen der Kraft ist das Lesen der Bibel. Da öffnen sich Bereiche, die uns sonst verschlossen bleiben. Da zeigen sich Wege, die wir alleine nicht finden können. Da sehen wir Ziele, die uns über alles Eigene und Selbstgemachte erheben. Da begegnen uns Kräfte, die stärker sind als Leiden und Tod, als Böses und Irrtum, als Lüge und Wahn.

Diese einst große Gemeinde ist mit der Wende und der massiven Auswanderung der evangelischen Siebenbürger Sachsen zu einer kleinen Gemeinde mit 40 Seelen geschrumpft. So ist es vielen Gemeinden nach der Wende ergangen. Und dennoch hat diese kleine Gemeinde es geschafft ihr Gotteshaus zu restaurieren. Die Kirche war davor in traurigem Zustand: grau, nass, bröckelnd, schmutzig, anziehend für Einbrecher, abstoßend für Besucher, unbrauchbar für die Gottesdienstgemeinde. Welch ein Wunder, dass die Gemeinde nach über zehn Jahren wieder einen Gottesdienst in ihrer Kirche feiern konnte, und mit ihr auch die Nachbargemeinden. Mit einer Geldspende begann es. Der Kirchenrat stand unermüdlich dahinter. Von einem anfangs kleineren geplanten Eingriff wurde letztlich eine Generalreparatur. Kirche mit Kirchturm und Ringmauer wurden komplett hergerichtet. Viele Arbeits- und Putzstunden ließen die Kirche in neuem Glanz erstrahlen.

Als die Fragen von allen Seiten kamen: Mit wem wollt ihr das machen? Womit? Für wen? Und wozu? war es nicht leicht, darauf Antworten zu finden: Mit wem? Mit den Alten und Schwachen, mit den Wenigen, mit den Armen und Kränklichen und guten Freunden! Womit? Mit etwas Geld und viel, viel Kraft aus der Höhe! Für wen? Für die kleine Gemeinde und die noch kleineren Nachbargemeinden, für die Alten und die Jungen, die Kirchentreuen und Kirchenfremden, die Besucher und Touristen! Wozu? Um da, wo die Vorfahren schon Gott geheiligt haben, Gottes Wort zu hören, ihm Lob zu singen und zu beten, und von dem erzählen, wovon das Herz voll ist!

Um die Ehre Gottes und das Wohl der Gemeinde geht es schließlich und endlich. Auch ein schwacher Mensch, eine schwache Gemeinde ist ihm dafür kein Hindernis. Solches erleben wir in der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien auf persönlicher und Gemeindeebene fortwährend. Gott stärkt uns, wenn es um sein Werk geht. Er wagt es immer wieder aufs Neue mit uns. Er gibt uns auch für die Zukunft nicht auf, sondern geht uns mit seiner Kraft voraus. Das ist für uns ein starkes Zeichen.

Wo wir seine Ehre suchen, wird er uns stärken, aufrichten und mit uns sein. Das können wir gewiss sein, Anno Domini 2012, wie vor 95, vor 20 oder 10 Jahren. Solche und noch größere Wunder des Glaubens, der Liebe und der Hoffnung will Gott in unsere Schwachheit hinein mit seiner Kraft wirken. Das wünsche ich uns allen 2012.

 

 

 

Zum Weihnachtsfest wünscht Ihnen die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien

 

offene Ohren für die frohe Botschaft, dass Jesus Christus auch für Sie geboren ist,

offene Augen, um das Weihnachts-Drumherum einzig als Fingerzeig auf den Heiland zu verstehen,

offene Herzen, um Gottes Eintreten in unser Leben als Erlebnis zu erfahren,

offene Häuser, um Freunde einzuladen und die Freude zu mehren,

offene Hände, um von der Liebe und Hoffnung, die der Welt widerfahren sind, weiterzugeben.

 

 

Biserica Evanghelică C.A. din România

Vă urează un Crăciun fericit cu Mântuitorul Iisus Hristos

și un An Nou 2012 cu sănătate și împliniri

sub binecuvântarea Domnului.

 

 

 

AKTUELL

 

 

„Zukunft Kirche“ – Thema der 79. Landeskirchenversammlung

Hermannstadt. Die Landeskirchenversammlung der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien (EKR) beriet am 26. November 2011 über „Zukunft Kirche“. Dazu lagen im Vorfeld erarbeitete Konzepte zu fünf Schwerpunkten vor: 1. geistliche und theologische Fragen, 2. kirchliche Ordnungen und Strukturen, 3. Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, 4. kirchliches Kulturerbe, 5. Verwaltung, Management und Finanzen.

Die rund 40 Mitglieder der Landeskirchenversammlung debattierten in Gruppen und im Plenum über das Grundsatzpapier und stimmten über die weitere Vorgehensweise bezüglich der Arbeit am Thema „Zukunft Kirche“ auf den verschiedenen Ebenen der Landeskirche ab.

Auf der Tagesordnung standen außer dem Hauptthema und den Jahresrechnungen und Haushaltsvoranschlägen auch ein Bericht über das EU-Projekt „Sanierung und nachhaltige touristische Nutzung von 18 Kirchenburgen“.

Eröffnet wurde die 79. Landeskirchenversammlung wie gewohnt mit Versöhnungsfeier und Abendmahlsgottesdienst. Kbl

 

 

Stellenausschreibung

 

Kulturreferent/Kulturreferentin, wissenschaftliche Leitung des Teutsch-Hauses

LKZ 3198/2011

 

Beim Landeskonsistorium kommt ab spätestens 1. März 2012 die Stelle eines Kulturreferenten/einer Kulturreferentin zur Besetzung. Die neue Stelle umfasst zugleich die wissenschaftliche Leitung des Landeskirchlichen Begegnungs- und Kulturzentrums Friedrich Teutsch in Hermannstadt. Die Beschäftigung erfolgt in Vollzeit und wird in Anlehnung an geltende innerkirchliche Vergütungsrichtlinien gestaltet. Eine angemessene Dienstwohnung im Teutsch-Haus ist vorhanden.

Zu den Aufgaben gehören vornehmlich die Bestandserhaltung und landeskirchenweite Betreuung des mobilen Kulturguts sowie die verantwortliche Leitung, strategische Planung und weitere Profilierung der Arbeit im „Friedrich-Teutsch-Haus“ als kulturhistorisches Zentrum und „Gesicht“ der Landeskirche mit dem Landeskirchlichen Museum, dem Zentralarchiv und Öffentlichkeitsarbeit.

Zu dem erwarteten Profil gehören ein sehr guter Hochschulabschluss in einschlägigen geschichtlichen oder gesellschaftswissenschaftlichen Fächern (Geschichte, Kunstgeschichte, Volkskunde, Germanistik, Theologie) sowie sehr gute Sprachkompetenzen im Deutschen, Englischen und Rumänischen.

Weitere Anfragen betreffend Aufgaben und Profil sowie mit der Indienstnahme verbundenen Formalien richten Sie, zusammen mit den Bewerbungen (samt üblichen Bewerbungsunterlagen), bitte möglichst per E-Mail oder Post mit dem Betreff „Kulturreferent/Teutsch-Haus“ an:

Landeskonsistorium der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien

Str. Gen. Magheru 4

RO-550185 Sibiu

E-Mail: ekr.landeskon@evang.ro

Bewerbungsfrist gilt bis 15. Dezember 2011. Vorstellungsgespräche werden in der zweiten Januarhälfte 2012 durchgeführt.

 

EKR

Die Kirchengeschichte der Siebenbürger Sachsen beginnt im 12. Jahrhundert mit der Ansiedlung deutscher Kolonisten in Siebenbürgen. Sie genießen wirtschaftliche, politische und kirchliche Sonderrechte seitens des ungarischen Königs und verteidigen im Gegenzug die Grenzen im Osten. Die Siedler errichteten dazu zahlreiche Wehrkirchen und Kirchenburgen, die bis heute das Bild der siebenbürgischen Landschaft prägen. 1550 beschließt die Sächsische Nationsuniversität, die politische Selbstverwaltungsbehörde, die Annahme der Reformation für alle Sachsen.

Die Evangelische Kirche Augsburgischen Bekenntnisses hat seit jeher einen starken Platz in der Gesellschaft. Als die Siebenbürger Sachsen 1876 ihre politische Selbstverwaltung verlieren, übernimmt sie auch wirtschaftliche und kulturelle Aufgaben. Nach dem Zweiten Weltkrieg verliert die Kirche im Zuge der Enteignung zahlreiche Grundstücke sowie alle Schulen und muss sämtliche kirchlichen Verein auflösen. 1949 gelingt die Gründung des Vereinigten Protestantisch-Theologischen Instituts mit Universitätsgrad in Klausenburg, dessen deutschsprachige Abteilung 1955 nach Hermannstadt übersiedelt und sich mehr und mehr verselbstständigt. Unter dem Kommunismus setzt sich die Kirche weitestmöglich für die Belange ihrer Gemeindeglieder ein.

Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs 1990 wandern bis heute ca. 85% der evangelischen Gemeindeglieder aus. Die aktuelle Kirchenordnung von 1997 berücksichtigt den Wandel von einer Volks- zu einer Diasporakirche. Insgesamt betreuen 40 Pfarrer und Pfarrerinnen in 253 Ortschaften die rund 14.300 Gemeindemitglieder. Arbeitsschwerpunkte der Evangelischen Kirche sind heute Predigt und Seelsorge, Diakonie, Kinder-, Jugend- und Frauenarbeit, Festigung der Gemeinden, Erhalt der Kulturgüter sowie ökumenische Zusammenarbeit mit Kirchen im In- und Ausland. Die klein gewordene Kirche gilt nach wie vor in ihrem ökumenischen Umfeld als verlässlicher und aktiver Partner. Sie versucht in ihrem gesellschaftlichen und politischen Kontext lutherische Identität fruchtbar zu machen und das reformatorische Erbe weiterzugeben.

Internetauftritt wird derzeit überarbeitet

Herzlich willkommen! Demnächst finden Sie hier unsere neue Website. Aber auch auf der jetzigen können Sie viel Interessantes über uns erfahren. Schauen Sie doch in der Rubrik Gemeindeleben nach oder unter Struktur in den Bereichen Gästehäuser sowie Verwaltung und Dienste, wo Sie nützliche Adressen finden.

Proiectul European "Tezaure fortificate redescoperite"

Aici puteţi descărca:

Nachrichten
25.09.11 18:48
Siebenbürgischer Festgottesdienst in der Schwarzen Kirche

Kronstadt. Bischof Reinhart Guib predigte am 17. September in der voll besetzten Schwarzen Kirche...

27.05.11 19:50
Michelsberger Spaziergänge - Plimbari Muzicale

Zusammen mit der evangelischen Gemeinde Michelsberg organisiert UrsulaPhilippi die sommerliche...

17.05.11 17:08
EKR-Teilnahme am Kirchentag in Dresden

Der 33. Deutsche Evangelische Kirchentag, der vom 1. zum 5. Juni 2011 in Dresden stattfindet, hat...

17.05.11 16:49
Arbeitsgruppen "Zukunft Kirche"

Hermannstadt. Fünf Arbeitsgruppen der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien (EKR) werden...

17.05.11 16:32
Mit EKR über Facebook in Kontakt

Für Freunde des Netzwerkes Facebook ist es jetzt noch leichter, mit der EKR in Verbindung zu sein....

zum Archiv ->
   
   
Design and CMS Programming by Cubus Arts