Gute Wünsche und Dankbarkeit
Gute Wünsche und Dankbarkeit
Vertreter aus zahlreichen Institutionen beim Neujahrsempfang des Bischofs
Längst werden zum Neujahrsempfang des Bischofs der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien nicht mehr nur die Mitarbeiter der kirchlichen Ämter sowie Leiter dieser Kirche zugehörenden Werke und Einrichtungen empfangen. Neben Repräsentanten des Deutschen Forums, der Kommunalverwaltung, der wichtigsten deutschen Erziehungseinrichtung en, des deutschen Generalkonsulats und der österreichischen Botschaft, begrüßten D. Dr. Bischof Christoph Klein und seine Gattin Gerda am Dienstag nun auch Vertreter des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen im Festsaal des Bischofsamtes.
In seinen Dankesworten für die vielen guten Wünsche formulierte Bischof Klein, dass die Zukunft der evangelischen Kirche und der deutschen Gemeinschaft in Rumänien nur möglich sein wird, „wenn wir uns dem Neuen und Anderen so öffnen, dass wir unsere Identität bewahren, aber das Neue und Andere akzeptieren und aufnehmen“. Es war eine der drei Feststellungen nach dem Anschauen von Filmern über den Einsatz verschiedener Personen für den Erhalt von Gemeinschaft und Kulturgut sowie über den Zustand der Kirchen in Nordsiebenbürgen. In den beiden anderen Bemerkungen äußerte Klein Dankbarkeit darüber, dass, obwohl der Verfall von Kulturgütern zu beklagen ist, dennoch auch viel gerettet wurde. Es habe sich gezeigt, dass einzelne Personen durch ihren Einsatz Entscheidendes bewirken können.
Zu den unermüdlichen Einzelkämpfern gehören Kuratoren in vielen abgelegenen Dörfern. Per Videoprojektor holte Landeskirchenkurator Philippi die vorjährigen Jubilare – 70-, 75-, 80-, 85-Jährige – virtuell an seine Seite, um dem Bischof die traditionsgemäßen Segenswünsche im Namen des Landeskonsistoriums und aller kirchlichen Mitarbeiter für das neue Jahr zu überbringen. Da in rund 220 der 247 Ortschaften mit evangelischen Gemeinden kein Pfarrer mehr wohnt, sind die Kuratoren zunehmend zur Identifikationsfigur der Gemeinden geworden.
Die guten Wünsche der Dechanten sowie Pfarrerinnen und Pfarrer hatte zu Beginn des Empfanges Bischofsvikar Reinhart Guib überbracht. Dass rund drei Viertel dieser Seelsorge in der eigenen Hochschuleinrichtung ausgebildet worden sind, erwähnte Prof. Dr. Hans Klein, der Leiter des Protestantischen Theologischen Instituts in seiner Ansprache.
Für die gute Zusammenarbeit als Vertreter der Siebenbürger Sachsen dankte Dr. Paul-Jürgen Porr, Vorsitzender des Siebenbürgenforums. Nachdem er erwähnt hatte, dass 2009 ein besonderes Jahr für die deutsche Gemeinschaft in Rumänien war, wünschte der Kreisratspräsident Martin Bottesch, es möge ihr auch 2010 gelingen, sich in neue Situationen hineinzudenken und vorauszudenken. Vonseiten des deutschen Generalkonsulats überbrachte Generalkonsul Thomas Gerlach und vonseiten der Botschaft Österreichs Sozialattaché Barbara Schöfnagel Dankesworte und gute Wünsche.
(Hannelore Baier, ADZ)