Taizetreffen in Pecs


Schüler aus dem Evang.Schülerheim „Ernst Weisenfeld“ beim Taizetreffen in Pecs
Am 22.Oktober 2009 sind wir, eine kleine Gruppe aus dem Evangelischen Schülerheim, unter der Leitung von Dorothea Binder, nach Ungarn gefahren. Der Weg war lang und wir hatten genug Zeit, uns auf das einzustimmen, was dann kommen sollte. Am Nachmittag erreichten wir unser Ziel, die Stadt Pecs in Südungarn. Unsere Gruppe wurde sehr herzlich empfangen. In einer Schule wurden uns alle Details des bevorstehenden Taizetreffens in deutscher Sprache erklärt. Wir bekamen unsere Tickets und Liedblätter. Wir wurden auch auf die Gruppen bei den Workshops aufgeteilt. Unsere Gasteltern kamen und holten uns ab. Wir wurden in drei Familien aufgeteilt, die evangelisch waren und Deutsch sprachen. Alle waren sehr offen und nett zu uns.

Das große Jugendtreffen, das die Brüder von der Kommunität in Taize mit ungarischen Jugendlichen vorbereitet hatten, diente dazu, Jugendliche aus verschiedenen Ländern und Konfessionen zusammenzuführen, damit Vertrauen und ein gutes Miteinander unter den Christen wachsen kann.

Freitag begann das gemeinsame Programm. Da wir uns für das Mitsingen im Chor entschieden hatten, war Vormittag für uns Chorprobe. Danach hatten wir Gelegenheit, uns die schöne Stadt Pecs anzusehen. Am Nachmittag verteilten wir uns auf verschiedene Workshops. Einige hörten einem Gospelchor zu, andere interessierten sich für Volkstänze. Es gab genug Möglichkeiten, zu sehen und zu hören, was Jugendliche aus Ungarn und anderswo vorbereitet hatten. Am Abend trafen wir uns alle in der Sporthalle beim gemeinsamen Gebet. Etwa 3000 junge Menschen haben in vielen verschiedenen Sprachen Loblieder gesungen, mehrsprachig gebetet und in der Stille konnten wir an uns und andere Menschen denken. Danach wurden wir von unseren Gasteltern abgeholt und ab ins Bett, denn ein langer Tag war vorüber.

Am Samstag gingen wir in unsere Gastkirche, die evangelische Kirche von Pecs, zum Morgengebet. Danach verteilten wir uns auf Gesprächsgruppen. Wir unterhielten uns über ein vorgegebenes Thema. Durch die Kennenlernspiele kamen wir uns näher und in den Gesprächen konnten wir u.a. etwas über die Situation der Christen in den anderen Ländern erfahren. Es gab in allen Gruppen ein gutes Miteinander, obwohl die sprachliche Verständigung nicht überall ganz problemlos war. Wir besuchten noch die Stadt und trafen uns am Abend wieder in der Sporthalle zum gemeinsamen Gebet. An diesem Abend wurden alle Länder aufgezählt, aus denen Jugendliche gekommen waren, es waren über 20 Nationen. Wir waren die größte Gruppe aus Rumänien und bekamen so wie die anderen Vertreter Blumen geschenkt. Am Ende des Abendgebetes kamen sehr viele Jugendliche in einem langen Zug zum Gebet am Kreuz nach vorn in die Halle. Auch Kranke wurden zum Kreuz gebracht. Das gemeinsame Singen und Beten wird uns in Erinnerung bleiben als eine wichtige geistliche Erfahrung.

Bei unseren Gasteltern hatten wir noch einen gemütlichen Abschluss des Abends. Danach bereiteten wir uns schon auf die Abfahrt am nächsten Tag vor. Der Höhepunkt des Treffens war der Abschlussgottesdienst im Dom von Pecs am Sonntagnachmittag. In diesem wunderschönen Kirchenbau sangen und beteten wir noch einmal zusammen, zündeten Kerzen an und gingen mit einem Segen nach Hause. Nach einer langen Fahrt durch die Nacht, kamen wir gegen Morgen wohlbehalten in Hermannstadt an. Müde und erschöpft, aber auch erfüllt mit vielen schönen Erlebnissen fielen wir in unsere Betten. Manche von uns haben nun einen großen Wunsch - einmal nach Taize fahren zu können!

Wir danken der Evang. Jugendarbeit unserer Landeskirche und dem Bezirkskonsistorium Hermannstadt für die großzügige Unterstützung zum Gelingen unserer Reise.

Oana Mihalca , 10.Klasse, Schülerheim Hermannstadt