Evangelische Kirchengemeinde A.B. Hermannstadt

Warum?Warum?

 

Warum Ökomanagment?

Biodiversität im Pfarrgärtchen

Für die Evangelische Kirchengemeinde A.B. Hermannstadt  hat die Einführung eines Umweltmanagements eine Reihe von strategischen Vorteilen. Dazu zählen im Einzelnen folgende Motive:

 

Erstes Motiv: Das Umweltmanagement kann dazu beitragen, bei der Kirchengemeinde Ressourcen und Energie einzusparen, und damit Emissionen in Wasser, Boden und Luft zu verringern und Kosten einzusparen. Moderne Informations- und Kommunikationstechnik ist aus dem Büroalltag nicht mehr wegzudenken. Ob PC, Laptop, Drucker oder Kopierer – sie leisten wertvolle Dienste im Arbeitsalltag und – sie verbrauchen Strom. Die größten Stromverbrauchszuwächse der nächsten Jahre werden im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik in Haushalten und in Büros erwartet. Eine Studie des Fraunhofer Instituts für Systemtechnik und Innovationsforschung prognostiziert eine Zunahme des Stromverbrauchs bei Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik in Büros in Höhe von 42% bis 2010 bezogen auf den Stromverbrauch im Jahre 2001. Damit einhergehend werden auch die Stromkosten in Büros weiter wachsen, wenn dieser Entwicklung nicht durch geeignete Maßnahmen entgegen gewirkt wird. Denn: die Stromverbrauchsunterschiede zwischen Geräten gleicher Funktion sind erheblich. Es lohnt sich beim Kauf dieser Geräte auf deren Energieeffizienz zu achten und die zukünftigen Stromkosten im Büro im Blick zu behalten. Mit der Beschaffung von Bürogeräten wird eine Entscheidung über die Betriebskosten für die nächsten 3 bis 5 Jahre gelegt. Die billigsten Geräte sind hier oft nicht die wirtschaftlichsten. Die Beschaffung von energieeffizienten Bürogeräten kann also dazu beitragen, den ständig steigenden Stromverbrauch abzustoppen oder – wenn möglich – sogar zu verringern.

 

Zweites Motiv: Neben dem Ressourcenaspekt spielt auch die Glaubwürdigkeit der Kirchengemeinde in der Außenwahrnehmung eine entscheidende Rolle. Das Umweltmanagement fördert die Öffentlichkeitsarbeit. Dies wird in einer Reihe von Artikeln der EMAS-VO betont. So heißt es in Artikel 1 der VO etwa: „Ziel von EMAS ist die Förderung einer kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung von Organisationen durch die Information der Öffentlichkeit und der anderen interessierten Kreise über die Umweltleistung und einen offenen Dialog mit der Öffentlichkeit und den anderen interessierten Kreisen“. Jede Organisation, die an der EMAS-VO teilnimmt, ist nach erfolgter Umweltbetriebsprüfung dazu verpflichtet, eine standortbezogene Umwelterklärung für die Öffentlichkeit zu erstellen. Die Erklärung kann sodann als Grundlage dafür dienen, die Erfolge, Probleme und Zielsetzungen im Umweltschutz verschiedenen interessierten Kreisen darzulegen. So wird ein Dialog eingeleitet, der für die Kirchengemeinde innrhalb und außerhalb vielfältigen Nutzen haben kann. Schließlich hat die Evangelische Kirchengemeinde Sibiu immer wieder dazu aufgerufen, auf die Bewahrung der Schöpfung zu achten. Mit der Einführung eines Umweltmanagements wird der Öffentlichkeit deutlich gemacht, dass die Kirchengemeinde nicht nur in ihren Worten die Bewahrung der Schöpfung fordert, sondern selbst in ihrem Bemühen vorausgeht und damit ein Gutteil Verantwortung übernimmt. Den Aspekt der „Leuchtturm-Funktion“ für andere Einrichtungen der Evangelischen Kirche möchte ich an dieser Stelle nur ansprechen, aber nicht weiter vertiefen.

 

Drittes Motiv: Mit dem Umweltmanagement werden organisatorische Strukturen zum betrieblichen Umweltschutz geschaffen. Mittlerweile weiß man, dass das Umweltbewusstsein auf allen Ebenen zu fördern ist. Mit dem Umweltmanagement werden erstmals organisatorische Strukturen geschaffen, indem Verantwortlichkeiten für den kirchlichen Umweltschutz auf allen Ebenen und zusätzlich in Form von Stabstellen und Umwelt-Teams festgelegt werden. Im Rahmen des Umweltmanagementsystems der Evangelischen Kirchengemeinde A.B. Sibiu werden Aufgaben, Verantwortlichkeiten, Kompetenzen und Abläufe festgelegt. Dazu gehören u.a. Festlegungen darüber, wer für die Ermittlung von Umweltauswirkungen zuständig ist, wer für die Umsetzung des Umweltprogramms verantwortlich ist, wer Gefahrenmeldungen oder umweltbezogene Verbesserungsvorschläge der Beschäftigten entgegennimmt und für deren Prüfung und mögliche Umsetzung sorgt. So wird sich der gesamte Betriebsalltag wesentlich verändern. Darüber hinaus ist das Umweltbewusstsein und umweltbewusste Verhalten der Beschäftigten durch verbesserte Kommunikations- und Informationsprozesse zu fördern. Dabei lebt die Verbesserung bestimmter Schwachstellen von der aktiven Einbeziehung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

Das Umweltmanagementsystem nach EMAS sorgt dafür, dass Ziele und Maßstäbe nicht dem eigenen Gutdünken ausgesetzt, sondern in sachverständiger Weise vorgegeben sind. Sie sind anspruchsvoll, aber zugleich realistisch. Sie spornen an, aber sie überfordern nicht. Der wichtigste Beitrag, um ihnen gerecht zu werden, ist das Engagement und die Kreativität der Mitarbeiter. Umweltmanagement darf nicht lästige Pflicht bleiben, sie muss Herzenssache werden. Dann wird es immer wieder gelingen, ökologische und ökonomische Rahmenbedingungen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung konstruktiv miteinander zu verknüpfen. Ich verstehe die natürlichen Grundlagen des Lebens als ein Geschenk, das den Menschen von Gott anvertraut ist. Darum ist pfleglich mit ihnen umzugehen. Einsatz für den Schutz der Umwelt ist ein Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung.

 

 

 

 

Dr. Volker Teichert

FEST Heidelberg

Forschungsstelle der Evangelischen Studiengemeinschaft

 

08.02.12

Danke für die Spenden, Anteilnahme und die guten Worte für Maria

 

27.01.12

Im Februar gibt es wieder an jedem Samstag um 18 Uhr in der Sakristei der Stadtpfarrkirche

 
11.01.12

Ab Januar feiert unsere Kirchengemeinde ihre Gottesdienste in der Sakristei der Stadtpfarrkirche

 

22.12.11

Der aktuelle Gemeindebrief zum Jahreswechsel 2011/2012 kann hier angesehen werden.