60 Holzkirchen – Kreis Hermannstadt, Hunedoara, Gorj, Vâlcea
4. Dezember 2009 – 4. Februar 2010
Ferula der Evangelischen Stadtpfarrkirche Hermannstadt
60 Holzkirchen ist eine Dokumentarausstellung über verlassene, geplünderte und vergessene kirchliche Denkmäler. Bis vor kurzem dienten sie als Ausgangspunkt der Konstruktion tiefgreifender Konzepte nationaler Identität, Tradition u.a. Paradoxer Weise ging dieser theoretische Diskurs innerhalb der letzten siebzig Jahre mit einem langsamen Verfallsprozess des ländlichen Raumes einher. Von den Staatsideologien stets an den Rand der Geschichte gedrängt, stellen die Holzkirchen dennoch ein authentisches, im gesamteuropäischen Kontext wahrgenommenes Element dar. Sie sind gleichzeitig Objekte und Gemeinschaften, bestehend aus Zimmerleuten, Schmieden, Steinmetzen, Schindelmachern, Malern, Priestern und anderen Menschen.
Was ist heute von diesem immer noch an den Rand der Geschichte gedrängten Denkmalerbe geblieben? Welches sind unsere Erhaltungsmaßnahmen? Was und wieviel kann noch gerettet werden?
Dem Ausstellungsprojekt liegt eine beinahe dreijährige wissenschaftliche Dokumentationsarbeit zugrunde, die von Mitgliedern und Partnern der Stiftung DALA ehrenamtlich durchgeführt wurde.
Im Juni 2009 haben die Rumänische Architektenkammer und die Stiftung DALA ein Projekt zur Notsicherung von Holzkirchen in den vier Kreisen begonnen.
Partner: Das Museum des rumänischen Bauern, die Universität für Architektur Bukarest, die Universität der Künste Bukarest, die Fakultät für Architektur Temeswar, die Stiftung ProPatrimoniu und die Artis Peretia-Stiftung.
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