Ferula
Die "Ferula" ist ein L-förmiger Raum am Westende der Hermannstädter Stadtpfarrkirche, der im 15. Jahrhundert angebaut wurde und heute durch den Turmsockel von dem Hauptschiff der Kirche abgetrennt ist. Seine gotischen Bögen, und hohen Fenster, die West-Rosette und die Wandchronik, vor allem aber die 70 Grabplatten sächsischer Persönlichkeiten des 16.-18. Jahrhunderts geben diesem Raum sein besonderes Gepräge. Seit 1999 wird die Ferula wieder intensiver genutzt: für Kirchenführungen steht sie täglich offen, ebenso werden Ausstellungen und Konzerte dort veranstaltet.
Sorge bereitet uns die Tatsache, daß sich die Grabsteine aus den Wänden zu lösen beginnen. So soll ein kulturell-historisches Projekt sich mit den historischen Grabsteinen beschäftigen: Isolieren, Neu-Befestigen, ihre dokumentarische Beschilderung sowie die Restaurierung einiger verfallender Grabsteine. Dafür werden dringend noch Spenden gesucht.
Ausstellungsprogramm FERULA 2010
18. Mai – 18. Juli
The Missing Peace – Artists Consider the Dalai Lama
Einen Kommentar zur Ausstellung von Veda Popovici können Sie hier in englischer Sprache lesen.
30. Juli – 06. September
"Mutter Teresa und die Armut des Westens". Bilder und Texte zu Mutter Teresa, Indien und Europa.
10. September – 17. Oktober
Das Erbe der Tischlermaler-Familie Umling
60 Holzkirchen
60 Holzkirchen ist eine Dokumentarausstellung über verlassene, geplünderte und vergessene kirchliche Denkmäler. ... Dem Ausstellungsprojekt liegt eine beinahe dreijährige wissenschaftliche Dokumentationsarbeit zugrunde, die von Mitgliedern und Partnern der Stiftung DALA ehrenamtlich durchgeführt wurde.
Partner: Das Museum des rumänischen Bauern, die Universität für Architektur Bukarest, die Universität der Künste Bukarest, die Fakultät für Architektur Temeswar, die Stiftung ProPatrimoniu und die Artis Peretia-Stiftung. weiter, inkl. Blog der Stadtschreiberin
Die Welten neu zu machen
„Die Welten neuzumachen“ ist das Ergebnis eines Projektes, dass wir mit Olivia Mihălţianu und Adrian Matei seit 2008 gemeinsam erarbeitet haben. Die beiden Künstler widmeten sich der intensiven Annäherung an die Natur und den Landschaftsbegriff während eines dreimonatigen Aufenthaltes am isoliert gelegenen Künstlerhaus Freising bei München; während Olivia Mihălţianu die Geräusche der Umgebung wahrnahm, sammelte Adrian Matei verlorene Gegenstände ein und suchte unbegangene Orte auf. Gemeinsam entwickelten sie dabei ein kritisches Denken über das Verhältnis zwischen Kunst und Landschaft.
In diesem Kontext begannen wir auch mit der Erkundung anderer Landschaftstypen, ohne je in sie einzugreifen, sondern nur die Spuren der anderen wahrnehmend, dokumentierend, unsere eigene Präsenz ausblendend. Neben dem Typus der „kontrollierten Landschaft“ von Freising untersuchten wir den Typus der „absoluten Landschaft“ des Parks von Baron Samuel von Brukenthal in Freck, wo die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, und den Typus der „kommunistisch-utopischen Landschaft“ von Viktoriastadt, wo die Industrie eine gesamte Gemeinschaft zum Schweigen verdammt hat.... weiter ....
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Einige frühere Ausstellungen
Eine gute Zusammenarbeit hat sich mit der Friedensbibliothek Berlin vertreten durch Jochen Schmidt entwickelt. Gemeinsam konnten bereits folgende Ausstellungen jeweils im Sommer gezeigt werden:
2000: „Mutter Teresa und die Armut des Westens“ -
2001: „Verschwundene Welten“ und „Das Warschauer Ghetto“ - Aufnahmen von Roman Vishniac zur verschwundenen Welt des Ostjudentums. -
Dies Thema war so aktuell, daß sich in Zusammenarbeit mit dem Michelsberger Kreis ein Rahmenprogramm entwickeln liess, das neun Wochen lang diese Ausstellung mit Vorträgen (christlicher Antisemitismus, Jüdische Gemeinden in Rumänien heute, Das Leiden der Juden in Rumänien, Elie Wiesel), Konzerten mit jüdischer Musik (Jüdischer Jugendchor, Musik aus Theresienstadt, Musik jüdischer Komponisten für Violine und Klavier), Happenings (Ostjüdische Märchen) und Videos begleitete.
Juli - August 2001: „Silber und Salz in Siebenbürgen“ in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum, dem Siebenbürgischen Museum Gundelsheim und dem Brukenthal-Museum Hermannstadt
Dezember 2001 - Januar 2002: „Und sie kamen eilend - und fanden das Kind in der Krippe liegen...“ 30 bunte Weihnachtskrippen aus 20 Ländern in Afrika, Südamerika und Europa, gesammelt von Peter Dehmel aus Michelsberg/Alsbach.
Mai - Juni 2002: „ Vergessener Völker Müdigkeiten - Friedhöfe in den Kronländern der k.u.k. Monarchie“, Fotoausstellung mit Bildern von Christoph Lingg in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Botschaft Bukarest und der Rumänisch-deutschen Kulturgesellschaft Hermannstadt.
Juli - September 2002: „Das Angesicht des Anderen“ in Zusammenarbeit mit der Friedensbibliothek Berlin. Mit integriert sind Fotografien aus dem Zigeunerdorf Prislop von Andreas Pfarrwaller.
Mai - Juni 2007: „Die gefährlichste Krankheit“ - Fotos bedeutender Fotografen und Texte von Simone Weil zu Fragen der Ein- und Entwurzelung.








