Evangelische Kirchengemeinde A.B. Hermannstadt

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Gebet in der Sakristei
Kinder-WGT mit Chile-Fahnen
Ländervorstellung Chile

Wieviele Brote habt ihr? Weltgebetstag 2011

Der Weltgebetstag der Frauen wurde am ersten Freitag im März in der vollen Sakristei der Stadtpfarrkirche unter dem Thema: "Wie viele Brote habt ihr?" gefeiert.

 

Die Ordnung kam in diesem Jahr aus Chile - Frau Gertrud Rehner, die ihren Sohn in Chile kürzlich besucht hatte, stellte zusammen mit Marga Grau eine eindrückliche Länderinformation vor. Christel Ungar sang auf spanisch das bekannte "Gracias a la vida", die Gebete und Lesungen führten in Gedanken um die halbe Welt. Die Kollekte war mit 1175 Lei und 35 Euro so groß wie noch nie.

Mit im Team waren Monika Hay, Claudia Farcasiu, Sigrid Pinter, Heide Klein, Beatrice Ungar und Eva Sonn.  Zu Gast waren diesmal die Theologiestudenten mit einigen Professoren und Bischof Guib, die von den "Stillen Tagen" in Michelsberg extra angereist waren.

 

Parallel feierten die Kinder einen Kinderweltgebetstag im Presbyterialsaal des Pfarrhauses mit Ramona und Klaus Untch, Erika Klemm, Anne Koch und Eli Wiszt.
Ein paar Fotos dazu sind hier zu sehen.


Confratii ecumenici

Von rechts: N. Popa, gr-kath; Gh. Streza, orth; Kaplan, röm-kath; Cr. Almajan, orth; A. Pavel, orth; S. Schullerus, evang; O. Raicea, röm-kath; V. Sandor, ref; K. Dörr, evang.

Monatliches ökumenisches Treffen der Hermannstädter Pfarrer - Siehe, wie fein und lieblich ist's, daß Brüder einträchtig beieinander wohnen! (Ps 133,1)

 

Am 9. jedes Monats um 9 Uhr abends treffen sich die Stadtpfarrer der „historischen Kirchen“ aus Hermannstadt reihum in den Pfarrhäusern . Dieses Treffen dient der Pflege der Beziehungen, der pastoralen Beratung unter Kollegen, der Besprechung ökumenischer Projekte. Hier werden auch die Gottesdienstmaterialien für die jährliche Gebetswoche für die Einheit der Christen besprochen und an die lokalen Verhältnisse angepasst. Auch dieses Jahr feierten wir in Hermannstadt die Gebetswoche für die Einheit der Christen in lokaler bewährter Tradition Anfang März, als eine Art ökumenischer Pilgergemeinschaft jeden Tag in einer anderen Kirche. Der Weltgebetstag der Frauen schloss diese Gebetsreihe ab. Das ist ein Zeichen, dass die Ökumene, die von geistlichen Männern und Laien Frauen getragen wird, zusammen gehört. "Und füge eins an das andere, dass es ein Holz werde in deiner Hand" (Hes 37, 17) war das Thema der Gebetswoche in diesem Jahr.

Die Kollekte dieser ökumenischen Gebetswoche geht jeweils an ein soziales Projekt in Hermannstadt: Suppenküche, Frauenhaus, Strassenkinderarbeit, Behindertenwerkstatt.

 


Ökumene der reformatorischen Kirchen von Hermannstadt

Die reformierte Gemeinde und unsere evangelische Kirchengemeinde pflegen dank der Leuenberger Konkordie von 1973 Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft. Das wird jedes Jahr in dem Reformationsgottesdienst gefeiert. So auch dieses Jahr an dem Sonntag nach dem 31. Oktober in der reformierten Kirche. Es ist jedes Jahr ein Gottesdienst, für den weniger theologische Fragen zur "Einheit in versöhnter Verschiedenheit" im Vordergrund stehen, sondern vielmehr praktische Fragen, wie die der zu verwendenden Sprache. Soll jede Textpassage aus dem Ungarischen ins Deutsche übersetzt werden? Oder umgekehrt? Sollen die Sprachen alternativ benutzt werden ohne dass jedes Wort übersetzt wird? Kann die rumänische Sprache genutzt werden? Oder soll man auf die lateinische Sprache zurückgreifen?

Wir haben es dieses Jahr so gehalten, dass die Liturgie in der Sprache der gastgebenden Gemeinde, also ungarisch, gebetet wurde; wichtige Schriftlesungen zweisprachig gehalten wurden, und die Predigt auf rumänisch, der in beiden Gemeinden leidlich bekannten Sprache.

Elfriede Dörr


Nacht der Lichter

Am 16. Oktober 2009 von 19.00 Uhr abends bis 7.00 morgens hielten 10 Kirchengemeinden aus Hermannstadt in der Johanniskirche eine Gebetswache

 

Nach den guten Erfahrungen der ersten „ Nacht des Lichts“ am 19. Oktober 2007 wurde „ora et labora“ ermutigt diese Aktion weiterzuführen. Wieder haben Jugendgruppen aus verschiedenen Kirchen, jeweils ein Stunde mit ihrer Art des Gebets und Lobpreises gefüllt: evangelisch, griechisch- katholisch, reformiert, orthodox, 3 verschiedenen baptistische Gruppen, Zao Thousia eine Jugendband und Vox Dei eine christliche Studentenorganisiation.

Dieses Mal sollte es aber auch ein gemeinsamen Focus geben. Bei einem Leitertreffen einigte man sich auf Verse aus dem Philipperbrief 4,6+7 :

„Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Anliegen, in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden. Und der Friede Gottes der höher ist als alle Vernunft bewahre eure Herzen und Gedanken in Christus Jesus.“

Der zweite Focus lag unwillkürlich auf dem Gebet für die Obrigkeit, gemeint ist die Stadtregierung und die Landesregierung, da sich beide in einer sehr besonderen Phase befinden. Da wir als Christen aller Konfessionen alle derselben Obrigkeit unterstehen, ist das Gebet dafür, ein stark vereinender Faktor.

Die Übergänge von einer Kirchengruppe zur nächsten, wurden dieses Mal auch einheitlich gestaltet, durch ein visuelles und auditives Signal, also ein bewusst besinnlicher Moment: es gab jedes Mal ein Flötenstück, währenddessen die große Kerze der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung als „Stafettenstab“ der nächsten Gruppe übergeben wurde.

Von 2.00-5.00 Uhr nachts gab es kein festes Programm, sondern ein fröhliches miteinander Singen und spontanes Beten von 10 Jugendlichen, für viele die schönsten Stunden der Gebetsnacht. Und welch große Ermutigung war es, als dann die Ablösung kam um 5 Uhr morgens, und die letzte Gruppe um 6 Uhr.

Zwischendurch gab es ein fließendes Kennenlernen bei heißem Tee und Kaffee in der so kühlen Kirche. Wäre es im Hochsommer nicht viel leichter? Aber die Nacht des Lichts, wurde gerade an diesem grauen kalten Herbsttag zu einem gemeinsamen Lichterlebnis, weil alle Gruppen aus dem Dunkeln kamen und von der ökumenischen Kerze beim Eingang empfangen wurden um danach fröhlich als Lichtträger wieder ins Dunkel gehen.

 

Erika Klemm, Leiterin von „Ora et Labora“

 


Stationen der Ökumene in Hermannstadt

1989: ein gemeinsames Gebet der Vertreter der verschiedenen Kirchen auf dem Großen Ring mitten in den Unruhen der Wende.


1990: zweisprachiger Ostergottesdienst für alle Konfessionen und Nationalitäten unter freiem Himmel auf dem "Alten Berg" bei Hermannstadt.


1993: Beginn der zwei- und dreisprachigen "Ökumenischen Abendandachten" in der Johanniskirche- erst alle zwei Wochen und später am 1. Dienstag des Monats, um 17 Uhr (während der Studienzeit der Theologiestudenten).

 

1996: Nachdem die "Ökumenische Gebetswoche" - später "Gebetswoche für die Einheit der Christen" auf 5 Gottesdienste beschränkt wurde (nach der Zahl der "historischen" Kirchen in Hermannstadt) und der Termin so verlegt wurde, daß die "Woche" mit dem "Weltge-betstag" (der Frauen) schloss, war man von nun an jeden Abend Gast in einer anderen Kirche und sah sich so als "wanderndes Gottesvolk". (Ein besonderer Höhepunkt war der Abschluss der ÖGW im Jubeljahr 2000 in der Stadtpfarrkirche mit zwei Bischöfen, einem Erzbischof und einem Mitropoliten).

1999: Die Pfarrer, die an den Ökumenischen Abendandachten teilnehmen, beschließen, sich regelmäßig jeweils am 9. Des Monats um 9 Uhr abends bei einem anderen Pfarrer zum brüderlichen Gespräch zu treffen. Höhepunkt des 9. 09. 1999 um 9 Uhr im Bergkloster "Schitu".

2001: Am Gründonnerstag begibt sich die Jugend der verschiedenen Konfessionen auf einen "Kreuzweg" von Kirche zu Kirche. Im demselben Jahr: ein gemeinsamer Pfingstgottesdienst der Kirchen unter freiem Himmel (bei strömendem Pfingstregen) am See im Dorfmuseum.

2002.23.01.: Während Vertreter der Religionen, von Papst Johannes Paul II. eingeladen, in Assisi für den Frieden beten, tun das Gleiche Christen der verschiedenen Konfessionen in der römisch katholischen Kirche in Hermannstadt.

2002.01.03.: "Weltgebetstag". An diesem Tag beten Christen in der ganzen Welt für Rumänien. Frauen verschiedener Konfessionen Rumäniens haben die Ordnung für den Gottesdienst - auch für einen Kindergottesdienst - ausgearbeitet. In der evangelischen Stadtpfarrkirche in Hermannstadt wird der gemeinsame dreisprachige Gebetsgottesdienst gehalten.

Zu der kleinen jüdischen Gemeinde in Hermannstadt bestehen freundschaftliche Beziehungen. Immer wieder werden Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde zu großen Feiertagen eingeladen.
Gott sei Dank.

Siegfried Schullerus

27.01.12

Im Februar gibt es wieder an jedem Samstag um 18 Uhr in der Sakristei der Stadtpfarrkirche

 
11.01.12

Ab Januar feiert unsere Kirchengemeinde ihre Gottesdienste in der Sakristei der Stadtpfarrkirche

 

22.12.11

Der aktuelle Gemeindebrief zum Jahreswechsel 2011/2012 kann hier angesehen werden.

 

26.11.11

Zum Jubiläums-konzert in der Stadtpfarrkirche schrieb Hannelore Baier in der ADZ.