Flüchtlingsarbeit

Erika Martina ist Flüchtlingsbeauftragte der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien.

Flüchtlingsbeauftragte der EKR: Erika Martina geb. Klemm

  • gebürtige Hermannstädterin, als Kind mit der Familie 1977 nach Deutschland ausgewandert
  • seit 1999 wieder zurück in Hermannstadt zunächst als Musiklehrerin am pädagogischen College
  • seit 2007 Leiterin des ökumenischen Gebetsdienstes „Ora et Labora“

Ziel der Flüchtlingsarbeit ist die Umsetzung der Erklärung zur Aufnahme von Flüchtlingen, LKV November 2015.

Jesus Christus spricht: „Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ (Matth. 25,40)

In der Nachfolge unseres Herrn Jesus Christus sehen wir uns als Evangelische Kirche A.B. in Rumänien (EKR) und als Evangelische Christen gerufen unsere Stimme zu erheben und mit Taten zu bezeugen für die Menschen, die unter Verfolgung, Gewalt und Hunger leiden.

Wir sind als Kirche bereit Mit-Verantwortung zu übernehmen und den rumänischen Staat bei der Aufnahme und Integrierung der Flüchtlinge, nach Kräften und Möglichkeiten zu unterstützen. Mit Sammlungen von Geld, Kleidung, Lebensmitteln, Medikamente u.a. Hilfsmitteln, sowie mit Bereitstellung von Unterbringungsquartieren in den leer stehenden Gebäuden und Wohnungen in unseren Gemeinden wollen wir ein Zeichen der Solidarität und Menschlichkeit setzen.
                  
Wir sehen die Sorge und Befürchtung die sich in der Gesellschaft breit macht und bitten alle Kirchen und Glaubensgemeinschaften, sowie die staatlichen und öffentlichen Institutionen, Politiker und Wirtschaftsleute,  Medien, Vereine, NGOs und haupt- und ehrenamtlichen Mitmenschen die Aufnahme und Integration der Flüchtlinge in Not möglich zu machen.   

Unser Herr Jesus Christus möge unser Gebet erhören und uns allen Einsicht, Kraft und Liebe schenken den geringsten Brüdern, die zu uns kommen, Barmherzigkeit zu erweisen.“

Flüchtlingsarbeit ist „Christsein in Praxis“!

In der ersten Phase geht es um eine Bestandsaufnahme, was in unserem Land passiert. Daraus ergibt sich eine entsprechende Projektentwicklung, was unsere Kirche konkret beitragen kann.
Außerdem möchte man Hilfestellungen zu dem Thema geben um die sozio- religiösen Aspekte aufzuarbeiten und zu verstehen. 
Ob sich bereits angenommene Flüchtlinge bei uns in Rumänien integrieren. Ob sie von dem Status des „Nächsten“ zu unserem „Bruder“ unserer „Schwester“ werden, hängt davon ab, inwieweit wir unser Christsein ihnen gegenüber authentisch leben.

„Wir sind es schuldig, mit unserem christlichen Zeugnis nicht hinter'm Berg zurückzuhalten.“
(Zitat des EKR-Bischofs Reinhart Guib)